Swiss Made Software: Die eigene Recovery-Box

Swiss Made Software: Die eigene Recovery-Box

Swiss Made Software: Die eigene Recovery-Box

(Quelle: Sedion)
5. November 2022 - Trotz Cloud-Vorteilen ist vielen unwohl, wenn sie die Kontrolle über die Kerndaten verlieren. Sedion bietet dafür eine kombinierte Box- und Cloud-Variante.
Artikel erschienen in IT Magazine 2022/11
Schmuck und andere Wertsachen gehören ins Schliessfach. Aber was ist mit den wertvollsten Daten?», fragt Alexander Huser, CEO des Start-ups Sedion. Als Antwort hat sein Unternehmen die Sedion Secure Box entwickelt, ein in sich geschlossenes Gesamtsystem von Speicherort, Hard- und Software zur Sicherung der wichtigsten Daten. Das Unternehmen sieht sich dabei als Ergänzung zu herkömmlichen Backup-Systemen und setzt auf erweiterte Sicherheitstechnologien im Standardangebot: «Wir setzen unsere eigene Software ein und gleichzeitig sind die Daten immer verschlüsselt.» Im Gegensatz zu vielen internationalen Angeboten kann das Unternehmen hier punkten. «Durch den Verzicht auf Drittprodukte wird das Risiko von Hintertüren minimiert.» Die gesamte Software wurde ­ausserdem eigens in der Schweiz entwickelt, ist also Swiss Made. Und auch die Infrastruktur befindet sich ausschliesslich in der Schweiz.

Dieser High-Secure-Ansatz kommt allerdings nur für die wichtigsten Daten zur Anwendung. «Gemeint sind die Daten, ohne die ein Geschäft seiner Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann», erklärt Alexander Huser. Sedion beschränkt deswegen die Datenmengen zurzeit auf maximal 2 Terabyte. Diese werden jedoch besonders geschützt. Einmal in einem Rechenzentrum in einem ehemaligen Militärbunker in den Voralpen und gleichzeitig auf einem physischen Datenträger am Standort des Kunden. Sedion bezeichnet diesen Ansatz als «Backup+». «Trotz der zahlreichen Vorteile der Cloud, ist vielen Unternehmen unwohl dabei, alle ihre zentralen Daten vollständig an Dritte abzugeben. Deswegen gibt es bei uns zusätzlich den lokalen Datenbestand», erklärt Alexander Huser.

Die eigene Box

Für die Implementation gibt es jeweils ein Kick-off zusammen mit dem IT-Dienstleister des Kunden. Zusammen werden die wichtigsten Daten definiert. Anschliessend wird eine Box konfiguriert, die Daten aus den Systemen des Kunden direkt bezieht. Aktuell wird eine Schnittstelle für gängige Cloud-Angebote entwickelt, die dann ebenfalls angebunden werden können. So können dann nicht nur lokale Daten gesichert werden, sondern auch solche, die bei diversen Cloud-Anbietern liegen – egal ob hybrid oder Cloud-only.

Alle Daten werden auf der Box verschlüsselt und anschliessend über eine sichere Verbindung in den Bunker übertragen. Die jeweils aktuellste Version bleibt auf der Box. Die Versionierung findet in der Cloud statt. Sedion bietet dazu auch verschiedene Bereinigungs-­Tools. «Wir durchleuchten die Daten bis auf die Metadaten-Ebene», erklärt Huser. So wird ein zusätzlicher Schutz vor Schadsoftware, Malware und Krypto-­Trojanern eingeführt, die sich dort verstecken können. Dies geschieht schon bei der Inbetriebnahme der Box – man weiss ja nie.
 
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