«Die Spitzenposition der Schweiz an den WorldSkills zeigt den Wert der Berufslehre»

«Die Spitzenposition der Schweiz an den WorldSkills zeigt den Wert der Berufslehre»

6. November 2011 - von Alfred Breu, Leiter des Organisationskomitees Berufsmeisterschaften der Infor­matik
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/11
WorldSkills führt ein Angebot von 60 Berufskampfmöglichkeiten. Jedes Mitgliedsland darf einen Teilnehmer je Beruf nominieren – muss dann aber auch einen Experten stellen. Die Experten tragen die Vorbereitungsverantwortung für die Nominierten und anderseits organisieren sie mit ihren Kollegen/-innen die Prüfungsaufgaben. Entsprechend verdienen unsere drei Experten Raffaele Stefanelli, Manuel Schaffner und Claudio Violi die Anerkennung von Verband und Firmen. Raffaele Stefanelli wurde in London für seinen langjährigen Einsatz als Experte zusätzlich geehrt: Er ist schon seit 1999 dabei.
SwissICT: Raffaele Stefanelli, Manuel Schaffner, Claudio Violi, herzlichen Dank für euren hohen Einsatz für die Berufsmeisterschaften. Ihr Einsatz hat zum guten Abschliessen unserer drei Teilnehmer geführt. Ihr Erfolg ist auch derjenige der Experten. Wie bereiten denn die Experten ihre Schweizer Teilnehmer/-innen vor?
Claudio Violi:
Ich habe mit der Kandidatin Schwerpunkte ermittelt und setzte Meilensteine zur Vorbereitung. Da waren unterschiedliche Aufgaben darunter und frühere WM-Aufgaben, auch externe Schulungen bei unserem Sponsor Digicomp, Lösen von früheren Wettbewerbsprüfungen sowie persönliche Motivationsmodule.

Manuel Schaffner: Als erstes werden allfällige Lücken im erforderlichen breiten Anforderungsspektrum eruiert, gestopft und ein Trainingsplan zusammengestellt. Danach werden Aufgaben der vergangenen Weltmeisterschaften durchgearbeitet, um die Art der Aufgabenstellung kennen zu lernen. Drei Monate vor dem Wettkampf sind die Wettbewerbsaufgaben, welche direkt vor dem Wettbewerb noch um mindestens 30 Prozent geändert werden, verfügbar und werden mehrmals trainiert. Das Schwergewicht für den Experten liegt auf dem Geben von Feedback zu den erarbeiteten Ergebnissen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Unterstützung des Arbeitgebers des Kandidaten: Die berufliche Tätigkeit sollte möglichst den Themen am Wettbewerb (HTML, CSS, JS, PHP, Design) entsprechen.

Raffaele Stefanelli: Ende 2010 wurde der Zeitplan für die Vorbereitungen festgelegt. Der Kandidat durchläuft ein eng abgestecktes Vorbereitungsprogramm. Dies fängt bei der Mitarbeit bzw. Erstellung der Testprojekte an und endet mit einer intensiven Übungswoche kurz vor dem Wettbewerb. Total bereitet sich ein Kandidat gut ein halbes Jahr auf die WM vor. Meistens findet die Vorbereitung am Abend oder am Wochenende statt, da der Kandidat seiner üblichen Arbeit nachgeht.
 
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