Microsoft: 750 Millionen für AOL

Microsoft einigt sich im Netscape-Streit aussergerichtlich mit AOL und will sogar seinen Messenger mit der AOL-Lösung zusammenspielen lassen.
30. Mai 2003

     

Microsoft einigt sich im Netscape-Streit aussergerichtlich mit AOL und will sogar seinen Messenger mit der AOL-Lösung zusammenspielen lassen.

Microsoft und AOL melden, sie hätten ihren sich bereits über ein Jahr hinziehenden Rechtsstreit beigelegt. AOL hatte für ihre Tochterfirma Netscape geklagt, die ihre führende Stellung bei Browsern an Microsoft verloren hatte, als Microsoft seinen Internet-Explorer mit dem Windows-Betriebssystem verknüpft hatte, um Netscape aus dem Markt zu drängen.
Statt sich zu streiten wollen AOL und Microsoft künftig bei digitalen Medien sogar zusammenarbeiten. Microsoft zahlt 750 Millionen Dollar an AOL, um den Streit über den Einsatz von Browsern beizulegen. Ausserdem erhält AOL eine funkelnagelneue kostenlose Lizenz über sieben Jahre für Microsofts Browsertechnologie. Die beiden nun offenbar versöhnten Unternehmen wollen künftig sogar zusammen digitale Technologien entwickeln, um Musik und Video via Internet anzubieten. Microsoft will als Friedensangebot angeblich Testversionen der kommenden Windows-Generation "Longhorn" für AOL öffnen. AOL soll sogar daran mitarbeiten. Ausserdem gibt es Meldungen, wonach die beiden Instant-Messaging-Lösungen von AOL und Microsoft (Windows Messenger) künftig zusammenspielen sollen. Bislang verstehen sich die beiden IM-Lösungen nicht.


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