PKI als Staatsaffäre

Die grosse Mehrheit der InfoWeek-Leser ist der Meinung, dass in erster Linie der Staat von einer PKI profitieren würde.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2005/03

     

Mit der Inkraftsetzung des Bundesgesetzes über die elektronische Signatur und der zugehörigen Verordnungen auf Anfang dieses Jahres ist das Thema PKI (Public Key Infrastructure) wieder topaktuell geworden. Die Diskussion dreht sich dabei wie schon seit Jahren um die Frage, ob der Staat eine solche verwaltete Schlüssel-Infrastruktur aufbauen respektive die Anstossfinanzierung bereitstellen soll, oder ob dies Sache der Wirtschaft sei.


Für den Verkehr mit Behörden

Nimmt man unsere Online-Umfrage als Gradmesser, liegt der Ball eindeutig beim Staat. Denn gemäss unseren Lesern ist er es auch, der am meisten von einer PKI profitieren würde. Fast 67 Prozent sehen den grössten Sinn eines PKI-Einsatzes beim Verkehr mit der Verwaltung; sei dies nun von einzelnen Bürgern respektive von der Wirtschaft mit dem Staat oder gar für rein verwaltungsinterne Prozesse. Demgegenüber identifizieren nur etwas mehr als 28 Prozent die sinnvollste Anwendung des eindeutig authentifizierbaren, verschlüsselten Dokumentenaustausches innerhalb beziehungsweise zwischen Unternehmen.


Eine PKI macht Sinn

Dass nur eine kleine Minderheit von nicht ganz 6 Prozent in einer PKI gar keinen Sinn erkennen kann, ist ein Zeichen dafür, dass sich die grosse Mehrheit solche Infrastrukturen wünscht. Angesichts der klaren Meinung, wonach der grösste Sinn im Verkehr mit den Behörden liegt, kann dies auch als indirekter Auftrag an den Staat interpretiert werden, eine öffentliche PKI-Infrastruktur aufzubauen oder zumindest entscheidend mitanzustossen.





Die Resultate im Detail




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