Produktiver entwickeln mit Visual Studio 2010

Produktiver entwickeln mit Visual Studio 2010

29. März 2010 - Die neueste Ausgabe von Visual Studio bringt einige längst überfällige Neuerungen und hilft den Entwicklungsprozess zu beschleunigen und die Software-Qualität zu verbessern.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/04
Der Architecture Explorer hilft dabei, bestehenden Code besser zu verstehen. (Quelle: Vogel.de)

Am 12. April lanciert Microsoft Visual Studio 2010, das gemeinsam mit dem .Net Framework 4.0 und einer neuen Ausgabe des Team Foundation Servers (TFS) erscheinen wird. Die Version 4 von .Net bringt unter anderem bessere Unterstützung von dynamischen Sprachen, Entwicklung für Multicore-CPUs sowie generalüberholte Varianten der Windows Workflow Foundation (WF 4.0) und der O/R-Mapping-Technologie Ado.Net Entity Framework. Der Team Foundation Server 2010 ergänzt Visual Studio um Team- und Software-Development-Lifecycle-Funktio-nen wie Work-Item-Tracking (Bugs, Tasks etc.), Source-Control und Build-Management.


Im vorliegenden Test haben wir uns rein auf die Visual-Studio-Entwicklungsumgebung konzentriert. Die bislang verwirrende Aufteilung auf unterschiedliche Visual-Studio-Editio-nen hat Microsoft etwas vereinfacht. Neben den abgespeckten, kostenlosen Express-Versionen wird es neu nur noch die Varianten «Professional», «Premium» und «Ultimate» geben. Während es sich bei «Professional» um das Standard-Paket mit den elementaren Werkzeugen handelt, umfasst «Premium» zusätzlich Basis-Funktionen für Tes-ter und eine Reihe von Tools für die Datenbankentwicklung (bislang in der Database Edition enthalten). «Ultimate» ersetzt die bisherige Team-Suite-Edition und bietet erweiterte Funktionen für Architekten und fortgeschrittene Testwerkzeuge. Nur die Ultimate-Variante unterstützt alle nachfolgend beschriebenen Features. Mehr zu den verschiedenen Editionen finden Sie auf Seite 43.

Der Architecture Explorer hilft dabei, bestehenden Code besser zu verstehen. (Quelle: Vogel.de)
Die Multimonitor-Unterstützung macht es möglich, Fenster auch ausserhalb der Benutzerumgebung zu platzieren. (Quelle: Vogel.de)
(Quelle: Vogel.de)


Wechsel auf WPF

Microsoft hat die komplette Visual-Studio-Umgebung – ähnlich wie bei den Werkzeugen aus der Expression-Studio-Reihe – auf die Vektor -basierte User-Interface-Technologie Windows Presentation Foundation (WPF) umgestellt. Unter Entwicklern herrschte bislang grosse Skepsis, ob ein solch radikaler Wechsel nicht zu einer trägen und mit grafischem Firlefanz angereicherten Benutzer-oberfläche führen würde. Der von uns getestete Release Candidate, der seit Mitte Februar erhältlich ist, bestätigt diese Bedenken jedoch nicht. Die neue Umgebung von Visual Studio 2010 fühlt sich fast so schnell an, wie diejenige des Vorgängers. Auch am Look-and-Feel hat sich bis auf die blaugraue Farbgebung nur wenig geändert.

Der Wechsel auf WPF bringt neben einigen neuen Visualisierungshilfen auch im Code-Editor einige praktische Vorteile: Neben der Möglichkeit, den Code zwecks besseren Überblicks stufenlos zoomen zu können, ist nun auch das Einblenden von grafisch aufbereiteten Zusatzinformationen wie beispielsweise notizzettelartigen Kommentaren, UML-Sequenzdiagrammen oder Änderungsverläufen von Code möglich. Solche Extras sind aber in VS 2010 standardmässig noch nicht zu finden. Das will Microsoft Drittanbietern überlassen, die den Editor mit Add-ins erweitern können.

Visual Studio 2010 bringt nun endlich die bislang schmerzlich vermisste Unterstützung für Multi-Monitor-Umgebungen. So kann man nun einzelne Fenster wie zum Beispiel die Toolbox, Property-Dialog oder Code-Fenster auch ausserhalb der Umgebung auf einem zweiten Monitor platzieren.

 
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