Erfolgreiche Datenmigration: So geht’s

Erfolgreiche Datenmigration: So geht’s

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/09
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Kritische Erfolgsfaktoren für Migrationsprojekte

Um dies zu erreichen, können verschiedene als kritisch bewertete Erfolgsfaktoren festgelegt werden. Für Datenmigrationsprojekte lassen sich einige typische kritische Erfolgsfaktoren identifizieren:

• Systematische Planung:
Da Migrationsprojekte häufig sehr komplex sein können und Unternehmen den tatsächlichen Aufwand unterschätzen können, ist eine systematische und detaillierte Projektplanung unverzichtbar und gilt bei Experten als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Migrationsprojekt.

• Effiziente Projektleitung:
Genau aus diesem Grund sollte der Projektleiter über umfangreiche Erfahrungen im Zusammenhang mit Migrationen verfügen und aufgrund dieser in der Lage sein, ein effektives Management bezüglich Zeitplanung, dem Einsatz von Mitarbeitenden und dem Budget aufzubauen.

• Einsatz von Werkzeugen:
Auch der Einsatz von Werkzeugen zur Datenmigration sollte effizient im gegebenen Zeit- und Budgetrahmen gestaltet werden. Hierbei werden in der Regel folgende Werkzeugtypen benötigt:
– Eigentliche Konvertierungswerkzeuge
– Werkzeuge zur Testunterstützung und zur Validierung der Migration
– Allgemeine Werkzeuge wie Debugger und Datenbank-Tools
Es existiert eine Unmenge an Tools verschiedener Hersteller, die den Mig­ra­tionsprozess in unterschiedlichen Phasen unterstützen sollen und können. Dabei kann aber der Eindruck entstehen, dass Migrationsprojekte durch den Einsatz bestimmter Werkzeuge quasi nebenbei und auf Knopfdruck erledigt werden können. Hier sollte man vorsichtig sein und sich nicht von Marketing-Versprechungen blenden lassen. Trotzdem ist es aber sicher sinnvoll, bei der Planung die Nutzung von Tools miteinzubeziehen.
• Miterbeiter, die mit den zu migrierenden Daten und/oder Systemen vertraut sind:
Das Migrationsteam sollte zum einen Mitarbeiter umfassen, die die Daten, sei es aus einer Anwendung, oder aber auch von der technischen Realisierung her kennen. Zum anderen sollten technische Experten zum Team gehören, die die zukünftige Betreuung des Neusystems übernehmen. Aber auch die Kommunikation mit den Endnutzern eines Systems ist von Beginn an zu empfehlen. Denn diese müssen verstehen, warum die Migration überhaupt durchgeführt werden soll und letztlich auch arbeiten können.

• Fallback & Backups:
Eine Datenmigration kann immer auch scheitern. Für solche Fälle sollten unbedingt Szenarien definiert werden, damit im Notfall darauf zurückgegriffen werden kann. Auch während des Migrationsprozesses ist es teilweise unabdingbar, weiterhin Zugriff auf die Daten zu behalten, etwa wenn es sich um kritische Applikationen handelt. So sehen sich Migrationsprojekte gerade in diesem Fall vor die Herausforderung gestellt, ein solides Disaster-Recovery-­Vorgehen stets griffbereit zu haben.
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