Gadget - Viewsonic M1+

Kleiner Beamer für ziemlich grosses Kino

Kleiner Beamer für ziemlich grosses Kino

6. Juli 2019 - Der Viewsonic M1 Plus kommt mit einem ziemlich genialen Standfuss und bringt das Heimkino in den Garten.
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/07

Einfache Bedienung

Der M1+ kann sowohl an einer Steckdose als auch mit Hilfe des eingebauten Akkus betrieben werden. Dieser lässt sich in rund drei Stunden aufladen und liefert im Stromsparmodus Strom für mehr als die vom Hersteller genannten sechs Stunden Abspielzeit, was sehr erfreulich ist. In dieser Einstellung leidet die Bildqualität jedoch merklich, weil die Helligkeit herunter geregelt wird. Im Standard-Modus hält der Akku dann aber immer noch fast vier Stunden durch, was auch für längere Spielfilme reichen sollte. Starten kann man den Projektor, indem man einfach die Linsenabdeckung aufklappt, über die mitgelieferte Fernbedienung oder über die Tasten an der Rückseite des Gerätes. Nach wenigen Sekunden findet man sich bereits im Hauptmenü wieder. Hier können die verschiedenen Quellen ausgewählt sowie das Einstellungsmenü oder die Bluetooth-Funktionalität aufgerufen werden. Darüber hinaus gibt es auch ein App-Center, über welches sich verschiedene Video-Dienste installieren lassen.

Das Einstellungsmenü ist schlicht gehalten. Es besteht aus einer einfachen Liste mit allen wesentlichen Settings, wodurch man sich schnell zurechtfindet. Schade ist nur, dass sich keine horizontale Keystone-Korrektur finden lässt. Somit ist man gezwungen, den Projektor mittig zur Projektionsfläche zu platzieren, weil sonst das Bild verzerrt erscheint und man keine Korrekturmöglichkeit hat. Im Falle einer vertikalen Verzerrung ist eine entsprechende Einstellung hingegen vorhanden, und der Projektor beherrscht dank entsprechenden Sensoren auch die automatische Trapezkorrektur in der Vertikalen. Die Bildschärfe lässt sich hingegen manuell an einem Drehrad am Gehäuse einstellen.

Ziemlich grosses Kino

Aus einer Entfernung von rund zweieinhalb Metern projiziert der M1+ ein 100 Zoll grosses Bild. Dank der Lampe mit einer Helligkeit von 300 LED-­Lumen und einem Kontrastverhältnis von 120’000:1 leuchten die erzeugten Farben in einem abgedunkelten Raum sehr echt, wobei sich die Voreinstellung "Theater" für Filme und Serien am besten eignet. Die Bilder sind knackig und die Schwarzwerte zumindest objektiv betrachtet sehr gut. Selbst mit etwas mehr Umgebungslicht lassen sich Filme noch in passabler Qualität geniessen.

Als fast schon herausragend muss bezeichnet werden, dass der kleine Projektor selbst bei schnell geschnittenen Film­szenen oder Sportübertragungen kaum ins Schwitzen kommt und praktisch durchgehend flüssige Bildsequenzen liefert. Leichte Ruckler lassen sich nur vereinzelt ausmachen, können das sehr gute Gesamtbild jedoch nicht wirklich trüben. Das ist wirklich top. Einziger Wermuts­tropfen: Der M1+ verträgt gewisse Dateiformate weniger gut als andere. So liessen sich in unserem Test beispielsweise Dateien im populären MKV-Format ab USB-Stick nur ohne Ton abspielen.

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