CIO-Interview: "SAP S/4 Hana bietet die nötige Flexibilität"

CIO-Interview: "SAP S/4 Hana bietet die nötige Flexibilität"

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/12
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Aber die Idee ist nach wie vor, den einzelnen Einheiten eine gewisse Unabhängigkeit zu bewahren, auch in der IT?
Genau, wir wollen dort eine gemeinsame Basis schaffen, wo es Sinn macht. Wo das ist, wird aktuell im Rahmen einer gruppenweiten IT-Strategie noch erarbeitet und soll bis Ende Jahr finalisiert werden. Im Rahmen dieser Strategie unterscheiden wir im Wesentlichen zwischen Bereichen rund um Ressourcen- und Führungsprozesse, wo sich gemeinsame Systeme anbieten und wo man durchgängige Prozesse anstrebt, und dem Bereich der wertschöpfenden Prozesse, der unter Umständen auch künftig sehr spezifisch gestaltet sein muss. Doch auch hier verfolgen wir das Ziel, auf grössere Plattformen zu setzen – ein Stichwort ist dabei sicherlich SAP. Eines unserer grossen aktuellen Projekte ist die Einführung von SAP S/4 Hana, wo ein erster Teil im ersten Quartal 2019 live gehen soll.

Kann man denn mit einem Koloss wie SAP spezifisch die Bedürfnisse einzelner Prozesse adressieren?
Ja, wir sind überzeugt, dass SAP S/4 Hana dank dem Baukastenprinzip die nötige Flexibilität bietet, um spezifisch auf verschiedene Anforderungen zu reagieren. SAP wird künftig ein wichtiger Eckpfeiler unserer IT-Infrastruktur.

Wurden Alternativen zu SAP geprüft?
Ja, Alternativen wurden sehr intensiv geprüft, Dynamics AX war nebst SAP bis zuletzt auf der Short List. Letztlich hat sich SAP aber durchgesetzt, unter anderem aufgrund der Funktionsfülle und der Hana-Technologie, die dank In-Memory die Performance liefert, die wir benötigen.
Stichwort Eckpfeiler: Können Sie generell ausführen, was die Eckpfeiler der Galenica-IT sind?
Grundsätzlich versuchen wir, soweit wie möglich auf Standard-Produkte zu setzen. SAP ist ein gutes Beispiel: Mit SAP lösen wir unsere bestehenden ERP-Systeme ab, die auf AS/400 basieren und im Wesentlichen eine Eigenentwicklung sind. Dann spielt Microsoft-Technologie bei uns eine grosse Rolle. Beispielsweise laufen bei uns über 700 Windows-Server im Rechenzentrum, was inzwischen drei Viertel unserer Serverlandschaft entspricht. Und auch bei weiteren Kernapplikationen wie den CRM-Systemen, bei der BI oder im Bereich Dokumentenmanagement, wo wir zuletzt eine neue ECM-Plattform auf Basis von Open Text eingeführt haben, versuchen wir, auf grössere Plattformen zu setzen. Diese müssen nicht zwingend alle vom selben Hersteller kommen, aber sollten zumindest die nötigen Schnittstellen bieten. Zusätzlich zu diesen Plattformen gibt es dann in den einzelnen Abteilungen aber auch noch spezifische Tools.

Können Sie ein Beispiel machen, wo auch künftig bedarfsgerechte Tools ­nötig sind?
Die Qualitätssicherung ist ein gutes Beispiel. Hier ist es aufgrund von GxP-Anforderungen (Good Manufacturing Prac­tice, Good Distribution Practice), die aus der Pharma-Industrie kommen, notwendig, gewisse Vorgaben zu erfüllen. So müssen in der Logistik etwa Temperaturvorgaben eingehalten werden, die man überwachen muss. Dazu braucht es Systeme mit zahlreichen Sensoren, und hier kommen spezifische Lösungen zum Einsatz, aber auch diese auf Basis von Standardsoftware.
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