Am Puls der Verbandsmitglieder

Am Puls der Verbandsmitglieder

10. Juli 2021 - Im Rahmen einer Online-Umfrage wollte «Swiss IT Magazine» wissen, wie zufrieden die Mitglieder der Schweizer ICT-Verbände sind. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass diese gesamthaft gesehen einen guten Job machen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/07
Das Gros der befragten Verbandsmitglieder empfiehlt eine Mitgliedschaft mit Bestimmtheit oder zumindest bedingt. (Quelle: Swiss IT Magazine)
Verbände leben von ihren Mitgliedern. Nicht nur, weil diese mit ihren Mitgliedsbeiträgen einen Grossteil der operativen Kosten decken, sondern auch, weil sie die Arbeit der Verbände legitimieren und ihnen in der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft Gewicht verleihen. Mittels einer Online-Umfrage, die Ende Juni durchgeführt wurde, hat «Swiss IT Magazine» versucht, den Puls der Verbandsmitglieder zu fühlen und hat sie dazu aufgefordert, verschiedene Fragen zu ihrer Zufriedenheit mit ihren ICT-Verbänden zu beantworten. Gleich vorweg lässt sich festhalten, dass die meisten Voten positiv ausfielen und aufzeigen, dass die Umfrageteilnehmer die Arbeit der Verbände grundsätzlich schätzen. Aus den Resultaten geht aber auch hervor, dass die Verbände in einigen Bereichen Nachholbedarf haben.


Im Umfragezeitraum wurden gesamthaft 183 Stimmen für 17 Schweizer ICT-Verbände abgegeben. Damit ist auch gesagt, dass die Umfrage keinen repräsentativen Charakter hat. Interessant ist der Hintergrund der Befragten. So sind 78,1 Prozent von ihnen in einem Unternehmen tätig, das mehr als zehn Jahre alt ist und nur rund 10 Prozent in einem Unternehmen, das zwischen fünf und zehn Jahren auf dem Buckel hat. Weitere 5,5 Prozent arbeiten in einer Firma, deren Gründung drei bis fünf Jahre zurückliegt und 3,3 Prozent in einer, die maximal zwei Jahre alt ist. Die letzten 3,3 Prozent schliesslich haben keine Angaben zum Alter ihres Unternehmens gemacht. In Bezug auf die Firmengrösse ist die Verteilung der Befragten gleichmässig. Die meisten (28,4%) arbeiten in einem Unternehmen mit 11 bis 50 Mitarbeitenden, 27,3 Prozent in einem mit 1 bis 10 Mitarbeitenden und 18,6 Prozent in einer Firma mit 51 bis 250 Beschäftigten. Nur 23 Prozent sind in einem Unternehmen mit einer Belegschaft von mehr als 250 Personen tätig.

Vertretung politischer Interessen

Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer sind mit der Vertretung ihrer Interessen durch ihren Verband sehr zufrieden. (Quelle: Swiss IT Magazine)
Die Vertretung der politischen Interessen der Mitglieder ist eine wichtige Aufgabe der Verbände. Sie setzen sich im Rahmen von Abstimmungen für Fokusthemen ein, betreiben Aufklärungsarbeit und lobbyieren. Diese Aufgabe meistern sie offenbar gut. Über alle Verbände hinweg betrachtet antworten 48,1 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sie sehr zufrieden sind mit der Vertretung ihrer Interessen. 23,5 Prozent sind eher zufrieden, während 16,9 Prozent mit der politischen Arbeit ihres Verbandes nur mässig zufrieden sind. Klar in der Unterzahl sind hier die Unzufriedenen unter den Befragten. 6 Prozent von ihnen sind eher unzufrieden und 5,5 Prozent sehr unzufrieden.

Mit ihrem Verband am zufriedensten sind die Mitglieder von ICT-Berufsbildung Schweiz. 65 Prozent der Befragten sind sehr zufrieden, 15 Prozent mässig zufrieden, 10 Prozent eher zufrieden und je 5 Prozent eher unzufrieden oder sehr unzufrieden. Beim Verband Suissedigital sind 60 Prozent der befragten Mitglieder sehr zufrieden und bei Swico sind es auch über die Hälfte, nämlich 55,8 Prozent. Knapp dahinter folgt ISACA mit 47,6 sehr zufriedenen Mitgliedern vor Swiss Made Software (41,2%) und Asut (34,8%). Am unteren Ende des Spektrums findet sich SwissICT wieder. Nur 20 Prozent der befragten Mitglieder sind mit der politischen Arbeit sehr zufrieden, rund 27 Prozent eher zufrieden und 33,3 Prozent mässig zufrieden, wobei aber 20 Prozent auch sehr unzufrieden sind. Blickt man auf die übrigen Verbände, so liegt die Quote der sehr zufriedenen Mitglieder bei 37 Prozent. Eher oder mässig zufrieden sind je 14,8 Prozent. Allerdings ist auch rund ein Drittel der Befragten nicht besonders angetan von der politischen Tätigkeit ihres Verbandes: 22,2 Prozent sind eher unzufrieden und 11,1 Prozent gar sehr unzufrieden.
 
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