Start-up: Lynus vernetzt Gebäude und Industrieanlagen

Start-up: Lynus vernetzt Gebäude und Industrieanlagen

(Quelle: Lynus)
27. Februar 2021 - Das Start-up Lynus verspricht, die Steuerungssysteme von Maschinen, Anlagen und Gebäuden innerhalb kürzester Zeit in die Cloud zu bringen. Dazu verknüpft das Unternehmen künstliche Intelligenz mit dem Internet of Things.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/03
Das Schweizer IT-Start-up Lynus verknüpft künstliche Intelligenz und Machine Learning mit dem Internet of Things. Mit dem Portal von Lynus sollen Anwender ihre Steuerungssysteme in die Cloud bringen und dort mit AI-Algorithmen verbinden können. Für die Applikation hat Lynus-COO Kai Ebensperger eine Multi Cloud gesucht, die auf europäischen Servern läuft. Ausserdem wollte er unlimitierte Konnektivität ohne Traffic-Kosten: «Mit Ventus haben wir den richtigen Partner gefunden, der unsere Anforderungen erfüllt», so Ebensperger. Neben der IT-Infrastruktur und dem Speicherplatz verantwortet Ventus den Integrationsservice, der von Kubernetes-zertifizierten DevOps Engineers durchgeführt wird. Sämtliche Managed Services sind dabei in der Ventus Cloud integriert.

«Bisher dauerte es Monate und kostete 100'000 bis 300'000 Euro, um eine Applikation, eine Maschine oder eine Anlage in die Cloud zu bringen», erklärt COO Ebensperger. «Mit Ventus und unserer neuen Plattform schaffen wir das in viel kürzerer Zeit und reduzieren die Kosten auf einen Bruchteil.»

Lynus konzentriert sich dabei insbesondere auf Industrie- und Gebäudeautomatisierung. Das Lynus-Dashboard ist kompatibel mit fast allen relevanten Netzwerk- und Kommunikationsprotokollen. Dazu zählen etwa OPC UA, MQTT und Rest API sowie die Feldbus-Standards Ethercat, Modbus, Profibus, Profinet, KNX, RS232 und Dali.

Lynus vernetzt die Welt

Der Geschäftsführer des Schweizer Cloud­-Anbieters Ventus Cloud, Paul Hauser, hat Lynus im Oktober in Tuggen bei Zürich gegründet. Sein Hintergrund ist insbesondere die Automatisierung von industriellen Prozessen sowie Erfahrung im Bereich der Verfahrenstechnik.

«Wir wollen die Digitalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen beschleunigen. Mit Lynus vernetzen wir die Welt», so Hauser. Nach seiner Einschätzung ist Lynus der einfachste Weg, um Maschinen- und Anlagensteuerungen aus der Ferne zu überwachen, zu bedienen und zu analysieren – was dank der Cloud von jedem beliebigen Ort aus funktioniert.

Maschinenbau- und Industrieunternehmen können mit Lynus ihre Prozesse verbessern und Prognosen treffen, wann zum Beispiel Maschinenteile oder Werkzeuge ausgetauscht werden müssen. Mit Lynus kann man aber auch die Steuerungen in Gebäuden vernetzen – zum Beispiel von einer Photovoltaik-Anlage, einem Batteriespeicher, der Heizung, Kühlung, Lüftung und den Messeinrichtungen – wodurch, so das Start-up, Energieflüsse optimiert und CO2-Emissionen eingespart werden können. Die Plattform bindet dazu auch externe Daten mit ein, wie zum Beispiel lokale Wetterdaten. Energieversorgern bietet Lynus dagegen ein Portal, um Kundenanlagen zentral zu überwachen.
 
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