Swiss Made Software: Ein Auto für drei Monate

Swiss Made Software: Ein Auto für drei Monate

(Quelle: Carify)
4. Juli 2020 - Das Start-up Carify bietet über 800 verschiedene Fahrzeuge bei Mietdauern ab einem Monat. Mit an Bord sind eine neue Versicherungslösung und jede Menge Garagisten.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/07
Neben einer Bleibe sind Autos häufig die zweitteuerste Anschaffung im Leben», sagt Sergio Studer, Mitgründer von Carify. Kein Wunder, dass Auto-­Mietmodelle und Digitalisierung gut zusammenpassen. Sei es für einzelne Fahrten (Catch a Car), im Stundentakt (Mobility) oder für wenige Tage und Wochen (Herz, Europcar & Co.). Doch es gibt noch Lücken.

So zum Beispiel für Mietzeiträume ab einem Monat: Dies ist die Domäne des Start-ups Carify, das, gemäss Mitgründer Sergio Studer, mit über 800 verschiedenen Autos gleich die grösste und diverseste Flotte der Schweiz bietet. Vom standardgeschalteten, grünen BMW Coupé bis zum hell-rosa Toyota SUV mit Automatik gibt es bei Carify alles. Das liegt daran, dass das Start-up keine eigene Flotte hat, sondern Partnerschaften mit zahlreichen Garagisten. «Dort stehen die Autos einfach herum, sind totes Kapital», so Studer.

Rent to buy

Via Carify können die Garagisten die ­Autos monetarisieren – im Idealfall «Rent to buy». «Wer ein Auto ein paar Monate fährt und zufrieden ist, geht eher das Wagnis des Kaufs ein», erklärt Studer. Carify macht somit das Ausprobieren einfach. Zum Beispiel beim Thema E-Mobilität: «Hier sind viele unsicher. Über uns können die Leute direkt erleben, wie es um Reichweite, Komfort oder den Ausbau der Ladestation steht».

Komfort steht auch beim Mieten im Vordergrund: Es gibt einen fixen Monats­preis, in dem Steuern, Versicherung, Reifen und Wartung enthalten sind. Der Kunde muss sich um nichts kümmern. Er kann das Auto sogar jederzeit zurückgeben oder gegen ein anderes tauschen.

Ziel ist ausserdem, die Kunden in allen Lebenssituationen abzuholen. Zum Beispiel in der Probezeit oder wenn jemand in einem halben Jahr ins Ausland geht. «Die Menschen müssen heute flexibler sein, beruflich und privat. Da kann man sich nicht so einfach an grosse Investitionen binden», weiss Studer. Im Unterschied zu anderen Angeboten geht es auch nicht darum, den Kunden auf eine bestimmte Wahl hin zu steuern. «Die Leute sollen genau das finden, was sie suchen – und das hängt stark von ihrem Profil ab». So gibt es eine Gruppe, die das Auto einfach als Transportmittel sieht. Eine andere legt Wert auf Repräsentanz – sei es privat oder als Mitarbeiter im Aussendienst.
 
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