Containerlösungen - die Symphonie für die ­Unternehmens-IT

Containerlösungen - die Symphonie für die ­Unternehmens-IT

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/10
Seite 1
5. Oktober 2019 -  Von David Zimmerli

Die Vorteile, die die Digitalisierung der Unternehmens-IT mit sich bringt, sind nicht von der Hand zu weisen, aber der Weg dorthin ist nicht immer einfach. Container-­as-a-Service ist in diesem Zusammenhang einer der Trends, die man im Auge behalten sollte.
Zwar gibt es in der Schweiz generell noch eher wenig produktiven Workload auf CaaS-­Lösungen, aber für die meisten Firmen ist das Thema von grossem Interesse. Mit dem Start von Containern in der Cloud beginnt auch die Symphonie der Unternehmens-IT. Daten werden heute in einem Ausmass produziert, welche jegliches Vorstellungsvermögen der Unternehmen von vor zehn Jahren gesprengt hätte. Daten verändern das Wissen um Produktionswege, Userverhalten und sogar ganze Business-Prozesse. Sie entstehen an unterschiedlichsten Orten, in diversen Applikationen und Schnittstellen. Aufgabe der Unternehmens-IT ist es, diese Daten zusammenzuführen und sinnvoll für die Verarbeitung zu speichern. Deshalb ist der Weg in die Cloud für Unternehmen, welche zukünftigen Möglichkeiten von Big Data, Analysetools und neuen Geschäftsmodellen die Türe nicht verschliessen wollen, unumgänglich. Die Container-Technologie leistet einen wichtigen Beitrag, wenn es darum geht, klassische Unternehmensapplikationen und die darin gewonnenen Daten in die Cloud zu verlagern, denn nicht jede Applikation wurde initial Cloud native erstellt. Container-Lösungen können auf dem Weg in die Cloud helfen.

The One Man Band oder monolithische Applikationen

Wenn sich ein Unternehmen auf die Reise in die Cloud begibt, dann geht es häufig einen hybriden Weg: Einerseits soll zwar die gesamte IT in der Cloud funktionieren, andererseits muss der Umgang mit Legacy-IT geregelt werden. Fakt ist: Nicht jede Applikation eignet sich, in die Cloud bewegt zu werden und häufig ist es unumgänglich, ein hybrides Modell zu definieren.

Wenn man die IT eines Unternehmens betrachtet, könnte man eine klassisch angestammte, monolithische Applikation mit einer Ein-Mann-Band vergleichen. Eine Person spielt alle Instrumente, fix an einem Ort. So singt der Strassenmusiker, während er gleichzeitig Gitarre spielt und auf dem Rücken noch ein Rhythmus­instrument in Bewegung versetzt. Er hat jederzeit alles selber im Griff, kann über Einsatz und Koordination entscheiden, erreicht aber in der Regel nur ein überschaubares Publikum im direkten Umkreis im Moment des Spielens. In die IT übersetzt bedeutet das eine in sich geschlossene Applikation, die komplett auf einem Betriebssystem installiert wird und fix dort läuft. Und zwar nur dort, auf diesem einen – vielleicht gesicherten – Server. Dies funktioniert zwar in der Praxis meist, ist aber nicht praktisch und die starren, unflexiblen Strukturen sind in der heutigen, schnelllebigen Welt nicht genügend agil, um mit der Entwicklung Schritt zu halten.
 
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