Robotics Process Automation (RPA) und ­Auswirkungen auf das IT-Risiko-Framework

Robotics Process Automation (RPA) und ­Auswirkungen auf das IT-Risiko-Framework

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/09
Seite 1
31. August 2019 -  Von Anela Weiss

RPA als integrierte Lösung in der IT-Systemlandschaft
Robotics Process Automation (RPA) und ­Auswirkungen auf das IT-Risiko-Framework
(Quelle: EY Switzerland)
Die Unternehmen im Finanzsektor erleben derzeit signifikante Veränderungen, getrieben durch neue Gesetze, Kostensteigerung, Margendruck und disruptive Markteintritte von nicht traditionellen Teilnehmern die den Kunden eine neue digitale Erfahrung bieten. Kein einfacher Wandel, insbesondere wenn wir traditionelle Silos der operativen Unternehmensbereiche, komplexe Legacysysteme und ständige gesetzlichen Veränderungen in Betracht ziehen.

Ein Teil zur notwendigen Neuausrichtung trägt auch Robotics Process Automation (RPA) bei.


Viele Organisationen begaben sich in den letzten Jahren auf eine Reise mit RPA, sammelten erste Erfahrungen damit und integrierten RPA als zusätzlichen Bestandteil der IT Systemlandschaft. In Bereichen wo ein Ersatz der bisherigen IT-Systeme sehr teuer ist und die Implementierung sich über Jahre erstrecken würde, wird RPA als kostengünstige und schnelle Alternative gewählt. Manuelle Prozesse in denen verschiedene Office Applikationen, SAP Module und Mitarbeiter eingesetzt werden, lassen sich mit einer RPA Anwendung automatisieren, somit auch effizient und fehlerfrei ausführen.

In vielen Fällen wird RPA mittlerweile als strategischer Punkt auf der Unternehmensagenda geführt und nicht nur als taktische Massnahme die zeitlich befristet ist.

Was ist bei einer adäquaten RPA-Einführung zu beachten

Was oft als zu erprobendes Proof-of-Concept ("die Software im eigenen Umfeld kennenlernen") gestartet wird, endet leider in verbrauchten Ressourcen, kurzem Begeisterungseffekt und Entsorgung in der Experimentschublade.

Ein effizientes und effektives RPA-Programm sollte mit einer klaren Zieldefinition und Vorgehensweise eines solchen Programmes beginnen.

Folgende Phasen sind einzuplanen:
1. Bereichsübergreifende Untersuchung des Automatisierungspotenzials (s.g. "Top-down"- und "Bottom-up"-Ansatz)
2. Untersuchung und Festlegung der Automatisierungssoftware
3. Berechnung des Business Case und Definition der zu erzielenden Steuerungsgrössen
4. Definition des Operating Modells für Automatisierung
5. Skalierte Automatisierung mit Anwendung von Agile-Ansatz

Dazu kommt die frühzeitige Integration der relevanten Stakeholder im Unternehmen. Obwohl die Roboter meistens direkt in den Funktionsbereichen betrieben werden, sind beispielsweise die Compliance-, Personal- und IT-Abteilung bereits am Anfang zu involvieren, um spätere Projektverzögerungen auf Grund der Missachtung von Richtlinien und Vorgaben zu vermeiden.
 
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