CERN wechselt von Microsoft auf Open Source

CERN wechselt von Microsoft auf Open Source

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(Quelle: CERN)
16. Juni 2019 -  Da Microsoft das CERN nicht mehr als akademische Forschungseinrichtung akzeptiert, steigen die Lizenzkosten beim Kernforschungszentrum um den Faktor 10. Jetzt will man die Systeme auf Open-Source-Lösungen migrieren.
Das in Genf angesiedelte Kernforschungszentrum CERN will sich von Microsoft-Produkten verabschieden und dafür auf Open-Source-Software setzen. Als Grund nennt die Organisation in einer Mitteilung massiv höhere Kosten, da man fortan nicht mehr von Spezialkonditionen profitieren könne, die Microsoft Forschungseinrichtungen gewährt. In den vergangenen Jahren konnte das CERN vom Status einer akademischen Non-Profit-Organisation profitieren, wodurch man in den Genuss stark verbilligter Lizenzen kam. Nachdem der bestehende Vertrag im März abgelaufen sei, habe Microsoft die Kosten neu auf Basis von Anwenderzahlen berechnet, wodurch sich die Lizenzkosten um den Faktor 10 erhöht hätten.

Da man mit der Entwicklung gerechnet hätte, habe man bereits vor einem Jahr das Microsoft Alternatives Project, kurz MAlt, lanciert. Ziel der Initiative sei es, die Migration von kommerziellen Software-Produkten auf Open-Source-Lösungen zu prüfen, um die Risiken von unhaltbaren kommerziellen Bedingungen zu minimieren. Man nehme dabei eine Pionierrolle unter den öffentlichen Forschungsstätten ein, von denen viele mit derselben Situation konfrontiert seien.

Bei MAlt handle es sich um ein mehrjähriges Projekt, das nun mit ersten Migrationen in eine neue Phase starte. So wird im Sommer nun das E-Mail-System der IT-Abteilung wie auch von Freiwilligen auf eine Open-Source-Lösung migriert werden, worauf dann eine CERN-weite Umstellung erfolgen soll. Parallel dazu werden im Rahmen eines Politprojekts Skype-Business-Clients und analoge Telefone auf eine Softphone-Telefonielösung migriert. (rd)
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Kommentare

Montag, 17. Juni 2019 Martin
Das hat die Stadt München und der Kanton Solothurn auch schon versucht. Am Ende wurden die Manager gefeuert und wieder zurück zu Windows. Die Armen Mitarbeiter die sich dann Umgewöhnen müssen und dann wieder zurück. Wieviel Zeit und Kosten da verloren geht ist sicher nirgends aufgeführt.

Samstag, 15. Juni 2019 Hans Meier
Viel Glück!

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