Agile Software-Entwicklung und IT-Betrieb: Natürliche Feinde?

Agile Software-Entwicklung und IT-Betrieb: Natürliche Feinde?

Agile Software-Entwicklung und IT-Betrieb: Natürliche Feinde?

(Quelle: Frits Ahlefeldt-Laurvig, CC BY 2.0).)
Artikel erschienen in IT Magazine 2015/12
Seite 1
6. Dezember 2015 -  Von Stefan Züger

Der IT-Betrieb steckt in einem Zielkonflikt: Agil oder stabil? ITIL steht aber einer agilen IT nicht grundsätzlich entgegen. «DevOps» heisst das Schlagwort. Aber was bedeutet es konkret? Und was hat es mit «Digital Natives» zu tun?
Im Februar 2001 fand eine Gruppe von Software-Entwicklern in einem Hotel in den Wasatch-Bergen in Utah zu einem Gedankenaustausch zusammen. Sie litten unter dem Eindruck, zu viel ihrer Zeit auf Themen wie Prozess- und Toolmanagement, umfassende
Dokumentation, Vertragsmanagement und Planupdates zu investieren, statt das zu tun, wofür sie eigentlich angestellt waren: Nämlich um qualitativ ausreichenden Code zu schreiben, der einfach auf ändernde Anforderungen ausgerichtet werden kann. Im Laufe dieses Wochenendes ist aus dem Häufchen Entwickler die «Agile Alliance» entstanden mit dem Auftrag, die Grundlagen der agilen SW-Entwicklung zu definieren und zu pflegen.

Agile Softwareentwicklung kam nicht über Nacht

Damit wurde einem Industrietrend ein knackiges Schlagwort geschenkt, der sich schon in den Neunziger Jahren angekündigt hatte. Die Grundlagen einer service-orientierten Architektur, die gemeinsame Arbeit an Entwicklungswerkzeugen, das Teilen von Artefakten im Open-Source-Verfahren, die Publikation von Architekturstandards für hoch skalierbare Umgebungen, die kostengünstige Anmiete von performanten Rechner- und Speicherinfrastrukturen in der Cloud: Innert weniger Jahre wurde ein Ökosystem geschaffen, welches es Entwicklern erlaubte, sich in zuvor nicht gekannter Weise von den Fesseln «schwerer» SW-Entwicklung zu befreien, und zwar sowohl hinsichtlich der Kapitalbindung des Entwicklungsprozesses als auch bezüglich der Fähigkeit, kollaborativ die Qualität des geschriebenen Codes zu erhöhen und – wenn sich doch ein Codefehler in die Produktion geschlichen hatte – diesen in kurzer Zeit zu beheben.
 
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