Robo mit Köpfchen

Robo mit Köpfchen

4. Oktober 2015 - Die Finanzkrise hat auch im Bankwesen die Digitalisierung forciert. Viele Beobachter sehen gar das Ende des klassischen Beratungsgeschäfts.
Artikel erschienen in IT Magazine 2015/10
Die Zukunft der Finanzberatung ist zwar digital. Investglass will die Berater trotzdem noch nicht in Pension schicken. (Quelle: swiss made software)
Robo Advisor gelten als Zukunftsmarkt im gehypten Fintech-Sektor. Klar im Vordergrund steht dabei die Automatisierung der Vermögensverwaltung. Je weniger Menschen involviert sind, umso besser, am besten gar keine. Gemäss dem Markforschungsunternehmen Corporate Insight werden bereits 21 Milliarden Dollar so verwaltet. Vorne mit dabei sind Firmen wie Wealthfront, Betterment oder auch Charles Schwab.
Einen etwas anderen Ansatz verfolgt das Schweizer Start-up Investglass. Anstatt dem Credo, der Konkurrenz zu folgen und Berater abzulösen oder zu schwächen, will das Unternehmen diese stärken. Dazu hat man ein Tool entwickelt, das eine Mischung aus CRM, Compliance Management und künstlicher Intelligenz (KI) darstellt. Gleichzeitig soll es den Kunden ins Zentrum stellen, indem es alle für ihn relevanten Informationen übersichtlich darstellt.

«Ich komme aus dem Bankwesen und habe viel mit Bloomberg oder Reuters gearbeitet. Diese Werkzeuge sind heute einfach veraltet», erklärt Alexandre Gaillart, Gründer und CEO von Investglass. «Deshalb entwickelte ich das Tool, das ich immer wollte.» Das war die Grundidee. Weitere Impulse gab die Finanzkrise mit den daraus resultierenden verschärften Compliance-Vorschriften wie Mifid II. «Zuerst war Investglass als Vitamin gedacht, jetzt ist es auch noch ein Schmerzmittel.»
 
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