Spürhunde fürs Firmen-Netzwerk

Spürhunde fürs Firmen-Netzwerk

8. Juni 2013 - Tools und Lösungen für die Netzwerküberwachung gehören in jedes Unternehmen, entsprechend gibt es sie wie Sand am Meer. «Swiss IT Magazine» gibt einen groben Überblick.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/06
Ein leistungsfähiges Netzwerk ist heute das A und O in jeder Firma. Störungen und Ausfälle sind nicht nur ärgerlich für die betroffenen Mitarbeiter, sondern ziehen in den meisten Fällen indirekt auch finanzielle Folgen für das Unternehmen nach sich. Doch das muss nicht sein: Es gibt heute eine Vielzahl von Tools und Software-Lösungen, die die Verfügbarkeit, Performance und Bandbreitenauslastung in einem IT-Netzwerk überwachen, analysieren und Alarm schlagen, sobald Fehler auftreten oder kritische Werte überschritten werden. Das Zauberwort heisst Netzwerk-Monitoring.
«Swiss IT Magazine» stellt auf den nächsten Seiten eine ganze Reihe Netzwerk-Monitoring-Lösungen vor. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine kleine Auswahl aus einem kaum überschaubaren Markt, denn jedes Unternehmen stellt unterschiedliche Anforderungen an eine Netzwerküberwachung und dementsprechend gross ist das Feld an Lösungen und Tools. Die folgenden Ausführungen und die Marktübersicht sollen darum nur als Orientierungshilfe dienen, eine sorgfältige Vorauswahl im Unternehmen ersetzen sie nicht.

Klassifizierung von Netzwerk-Monitoring-Lösungen

Der deutsche Netzwerk-Monitoring-Anbieter Paessler hat im vergangenen Juni versucht, eine grobe Einteilung für die verschiedenen Lösungen am Markt zu erstellen. Dabei unterscheidet das Unternehmen fünf Typen: Open Source Software, Einstiegs-Monitoring-Lösungen, Spezialisten, Enterprise-Netzwerk-Management-Software und «All in One»-Monitoring-Lösungen. Nachfolgend die vorgeschlagene Klassifizierung, die allerdings mit Vorsicht zu geniessen ist und durchaus kritisch betrachtet werden sollte, handelt es sich bei Paessler doch wie erwähnt selbst um einen Anbieter:

- Open Source Software: Angesichts oft schmaler Budgets für IT-Abteilungen setzen einige Unternehmen auf Open Source Software, in der vermeintlichen Hoffnung, schnell eine kostengünstige Lösung einrichten zu können. Da sich diese Systeme in der Regel individuell anpassen lassen und lizenzkostenfrei nutzbar sind, bieten sie auf den ersten Blick viele Vorteile. Allerdings überwiegen bei genauerem Hinsehen sehr oft die Nachteile. Der überdurchschnittliche Aufwand für Implementation und Konfiguration und vor allen Dingen der oft eingeschränkte Funk­tionsumfang sind nicht zu vernachlässigende Mankos. Meist sind nur Basisfunktionen integriert, die nicht in der Lage sind, Netzwerke detailliert zu überwachen. Ein weiteres Problem stellt das Fehlen eines verantwortlichen Herstellers dar: Produkt-Support erfolgt in der Regel durch die Community und ist entsprechend unzuverlässig.

- Einstiegs-Monitoring-Lösungen: Wer ein ernsthaftes Interesse daran hat, sein Netzwerk langfristig und vor allem zuverlässig zu überwachen, kann im ersten Schritt auf kostengünstige Einstiegslösungen zurückgreifen. Zwar bieten auch diese keinen vollwertigen Funktionsumfang, aber zumindest eine Basis-Bandbreitenüberwachung mittels SNMP oder eine Kontrolle der Verfügbarkeit via Ping. Auf Grund des reduzierten Umfangs eignet sich derartige Software eher für kleinere Netzwerke beziehungsweise für den Einstieg ins Monitoring. Falls die Überwachung ausgeweitet werden soll, bleibt nur der Umstieg auf eine Lösung, die grössere Kapazitäten und eine umfangreichere Überwachung erlaubt.
 
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