PC-Verwaltung und -Sicherheit aus der Wolke

PC-Verwaltung und -Sicherheit aus der Wolke

4. Dezember 2011 - von Martin Kuppinger

Mit Windows Intune können KMU ihre Rechner schnell und einfach über eine Web-basierte Konsole verwalten und ab-sichern und benötigen keine grossen CLM-Lösungen mehr.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/12
Mitte Oktober hat Microsoft Windows Intune, seiner im April 2010 lancierten und Cloud-basierten PC-Management-Lösung für KMU, ein grosses Update spendiert. Mit Intune werden nun alle wesentlichen Basisfunktionen des Client Lifecycle Managements (CLM) und, basierend auf den Standardfunktionen und anderen Diensten von Microsoft, auch Endpoint-Protection-Lösungen bereitgestellt. Ausserdem gibt es als Bonus noch die Lizenz für das Upgrade auf Windows 7 Enterprise dazu. Windows Intune ist dabei aber weniger ein Wettbewerbsprodukt zu den «grossen» On-Premise-Lösungen von Microsoft wie der Forefront Endpoint Protection oder dem System Center Configuration Manager (SCCM), wohl aber zu System Center Essentials 2010, einer ebenfalls auf Unternehmen mittlerer Grösse zugeschnittenen Lösung.
Der Einstieg in Windows Intune ist einfach – nach der Anmeldung und dem Aufruf der Konsole kann man direkt starten.
Die Erstellung von Richtlinien ist einfach und fast schon intuitiv.
Windows Intune wird mit einer Reihe vordefinierter Berichte geliefert.


Schnell in Betrieb genommen

Der Einstieg in die Nutzung von Windows Intune ist – wie bei allen Cloud-Angeboten von Microsoft – einfach. Auf der Website von Windows Intune kann man sich für das 30-Tage-Testpaket für maximal 25 Geräte entscheiden, um das Produkt zu evaluieren. Wer die Management-Lösung gleich kaufen möchte, zahlt dafür pro Gerät und Monat 17 Franken – einschliesslich der angesprochenen Upgrade-Rechte auf Windows 7 Enterprise. Damit werden alle erforderlichen Funktionen bereitgestellt. Man kann sich nun die Frage stellen, ob Windows Intune letztlich günstig oder teuer ist, denn pro Jahr sind es immerhin 204 Franken pro Gerät. Viele On-Premise-Lösungen für das Client Lifecycle Management und die Endpoint Protection sind in ihrem Preis pro Client und den Wartungsgebühren günstiger. Allerdings fällt mit Intune der nicht zu unterschätzende Aufwand, selbst eine Backend-Infrastruktur zu betreiben, weg. Zu berücksichtigen ist ferner jedoch auch, dass man gegebenenfalls zusätzlichen Speicherplatz in der Windows-Cloud erwerben muss, wenn man Software für die Installation bereitstellen möchte. Man sollte das Ganze also durchaus kritisch bertrachten und genau vergleichen.

Nun aber zurück zur Inbetriebnahme von Windows Intune. Nach der Registrierung erhält man eine E-Mail mit dem Link zur Verwaltungskonsole. Von dort aus kann man die weitere Einrichtung des Dienstes vornehmen – von der Definition von Administratoren bis hin zur Verteilung der Client-Komponenten und der Konfiguration von Richtlinien. Ja, Sie lesen richtig: Windows Intune erfordert die Installation von Client-Software. Diese kann über das Netzwerk verteilt werden. Die Bereitstellung kann automatisch oder manuell erfolgen, wobei letzteres dann voraussetzt, dass man bereits eine Lösung für die Software-Verteilung hat – und wenn es nur die Gruppenrichtlinien sind. Das dürfte aber bei vielen Kunden der primären Zielgruppe von Windows Intune nicht der Fall sein.
 
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