Ein Betriebssystem mit zwei Gesichtern

Ein Betriebssystem mit zwei Gesichtern

2. Oktober 2011 - PC-Nutzer, IT-Verantwortliche und Entwickler stehen vor einer Revolution auf ihren Desktops, wie ein Blick auf die aktuelle Developer Preview von «Windows 8» zeigt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/10
So sieht der Desktop von «Windows 8» aus. Wer ihn nicht mag, gelangt mit einem Klick auf die Kachel unten links auf die klassische Ansicht, allerdings ohne die neuen Metro Style Apps. (Quelle: Microsoft)
Um die nächste Windows-Generation, die vermutlich bereits im kommenden Sommer erscheinen wird, war es lange Zeit still. Bis Microsoft diesen Juni die Katze aus dem Sack liess und anlässlich der Computex in Taiwan erstmals einen Blick auf das neue Betriebssystem mit Code-namen «Windows 8» gewährte. Bereits damals liess sich erahnen, dass bezüglich der Benutzeroberfläche die grösste Veränderung seit fast 20 Jahren oder seit Windows 95 bevorsteht. Davon kann sich seit Mitte September jeder selber überzeugen. Anlässlich der erstmals durchgeführten Entwicklerkonferenz Build (früher PDC) hat Microsoft im neuen Windows Dev Center (http://msdn.microsoft.com/de-ch/windows) nämlich eine erste, sogenannte Developer Preview des Windows-7-Nachfolgers veröffentlicht.


Die Redaktion des «Swiss IT Magazine» hat die erste Testversion von «Windows 8» natürlich umgehend auf einem Testrechner installiert und berichtet im folgenden Preview-Artikel über die ersten Erfahrungen mit dem neuen Betriebssystem und gewährt einen ersten Blick auf die wichtigsten Änderungen und neuen Funktionen.
Windows 8 Developer Preview
Positiv

+ Übersichtliches, neues und modernes Design

+ Volle Kompatibilität zu «alter» Software

+ Erweiterter Task-Manager

+ Neue, schlanke Metro Style Apps



Negativ

– Viele neue Navigationswege und -elemente, die es zu lernen gilt

– Zwei Desktops sind manchmal zu viel

– (Noch) keine Update-Möglichkeit



Hersteller/Anbieter

Microsoft, www.microsoft.ch



Preis

Noch nicht bekannt. Die Developer Preview gibt es kostenlos im neuen Windows Dev Center.
So sieht der Desktop von «Windows 8» aus. Wer ihn nicht mag, gelangt mit einem Klick auf die Kachel unten links auf die klassische Ansicht, allerdings ohne die neuen Metro Style Apps. (Quelle: Microsoft)
Die Systemsteuerung von «Windows 8» im neuen Metro-Design. (Quelle: Microsoft)
Der neue Task-Manager liefert nun noch mehr Informationen und Möglichkeiten. (Quelle: Microsoft)
Zusammen mit der Developer Preview hat Microsoft auch eine Testversion des Internet Explorer 10 veröffentlicht, hier im neuen Metro Style. (Quelle: SITM)
Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: Der Explorer von «Windows 8» enhält die von Office 2007 her bekannten Ribbons. (Quelle: Microsoft)


Hardware-Voraussetzungen

Zur Installation der Developer Preview gibt es nur wenig zu sagen, da der grösste Teil davon wie bei Windows 7 abläuft. Man wirft die aus der heruntergeladenen ISO-Datei erstellte DVD in sein DVD-Laufwerk und los geht’s. Erwähnenswert ist hierbei vielleicht, dass es aktuell keine Update-Möglichkeit gibt und sich «Windows 8» nur komplett neu installieren lässt. Ob das allerdings auch in der finalen Version der Fall sein wird, wird sich zeigen.

Keinen Unterschied zu Windows 7 stellt man auch bei den minimalen Hardware-Anforderungen fest. «Windows 8» benötigt zurzeit einen Prozessor mit einer Takfrequenz von 1 GHz oder schneller (x86 oder x64), mindestens 1 GB RAM (32-bit) respektive 2 GB RAM (64-bit), 16 GB Festplattenspeicherplatz (32-bit) respektive 20 GB (64-bit) sowie eine Grafikkarte, die im Minimum DirectX 9 unterstützt. Wer die neuen Multitouch-Fähigkeiten des Betriebssystems einsetzen möchte, der benötigt natürlich zusätzlich ein entsprechendes Gerät oder einen entsprechenden Monitor mit Multitouch. Und um die neuen Metro-Style-Apps zu nutzen, braucht es eine Bildschirmauflösung von mindestens 1024x768 Pixel. Das ist insbesondere bei der virtuellen Installation mit Oracle Virtualbox oder Vmware View zu beachten. Da die Programme standardmässig in der Regel kleinere Auflösungen bieten, wundert man sich ansonsten, wieso die schicken neuen Apps (siehe S. 64/65) nicht starten.

Beim Einrichten des neuen Betriebssystems stösst man dann auf die ersten Neuheiten. Als Login für den Rechner wird beispielsweise standardmässig die Windows Live ID angeboten. Das zeigt, wie eng «Windows 8» mit dem Internet verbunden sein wird. Aktuell gibt es jedoch noch keine Funktionen oder Apps, die diesen Vorteil nutzen. Alternativ kann man sich natürlich auch ein klassisches Login erstellen. In einem nächsten Schritt wird dann bereits die Internetverbindung eingerichtet, damit das Login mit der Live ID natürlich auch gleich erfolgen kann. Damit wären die Vorbereitungen dann auch schon abgeschlossen und der erste Systemstart kann erfolgen.
 
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