«Es freut mich immer, wenn die Kunden am Ende zufrieden sind»

«Es freut mich immer, wenn die Kunden am Ende zufrieden sind»

27. September 2010 - Nach einem Unfall musste sich Corinne Kläui umschulen lassen. Sie entschied sich, Informatikpraktikerin zu werden. Mit Corinne sprach Lisa Wernli von der Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/10

Sie haben in diesem Sommer Ihre 2-jährige Lehre bei der Swisscom als Informatikpraktikerin mit der guten Note 5.2 erfolgreich abgeschlossen und des eidg. Berufsattest (EBA) erhalten. Was genau macht eine Informatikpraktikerin während der Ausbildung?

Meine Hauptaufgaben waren Installation von Hardware und Software nach Vorgabe, Wartung und Fehlerbehebung an PC-Arbeitsplätzen und Peripheriegeräten, Support für Benutzer/innen, Kundinnen und Kunden, sowie Beratung und Verkauf von IT-Geräten.

Welche Arbeiten haben Ihnen am besten gefallen und warum?
Am besten gefiel mir der Kundenkontakt. Es freute mich immer, wenn ich meine Aufgabe korrekt erledigen konnte und die Kunden am Schluss zufrieden waren.


Wie wurde Ihr Interesse an diesem Beruf geweckt und was waren schlussendlich die massgebenden Gründe, eine Lehre als Informatikpraktikerin zu beginnen?
Ich hatte einen Autounfall und konnte daraufhin nicht mehr lange sitzen und stehen. Aus diesem Grund musste ich mich umschulen lassen. Ich besuchte einen Informationsanlass zum Berufsbild Informatikpraktiker, bewarb mich und bekam glücklicherweise die Lehrstelle bei Swisscom.

IT wird oft noch als Männerdomäne betrachtet. Diese Ansicht teilen Sie ja wahrscheinlich nicht.
Grundsätzlich ist bei Frauen und Männern wichtig, dass man sich für den Beruf interessiert und auch Spass daran hat. Um solche Berufe zu verstehen, ist es wichtig, dass Frauen in den Beruf hineinsehen. Wir waren drei Frauen in unserer Klasse, was schon eine verhältnismässig hohe Anzahl ist. Ich finde das toll, denn was Männer können, können wir Frauen auch.


Haben Sie Weiterbildungspläne?
Ich habe die Chance, dass ich bis im Dezember noch weitere Berufserfahrungen bei der Swisscom sammeln darf. Ich könnte mir eine Weiterbildung im Netzwerkgebiet sehr gut vorstellen. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen machen jetzt noch eine teilweise verkürzte Informatiker-Lehre mit Schwerpunkt Support.


Was raten Sie Jugendlichen, um die richtige Ausbildung zu finden?
Ich empfand es als sehr schwierig, bereits während der Schule einen Beruf wählen zu müssen. Deshalb rate ich unschlüssigen Schülerinnen und Schülern, das 10. Schuljahr zu besuchen oder einen Sprachaufenthalt zu machen. Es wäre schade, eine Ausbildung zu beginnen und diese aufgrund mangelnden Interesses abzubrechen.

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