Wertvolle Daten in unsicheren Händen

Wertvolle Daten in unsicheren Händen

28. Juni 2010 - Die meisten Unternehmensdaten gehen durch falsches Verhalten der Mitarbeiter verloren. Mit Richtlinien, Sensibilisierung und entsprechenden Dienstleistungen können sich Unternehmen vor einem teuren Datenverlust schützen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/07
Im Taxi noch schnell die Präsentation durchgehen und ehe man sich versieht, sind ein Smartphone und mit ihm wichtige Daten verloren. (Quelle: Vogel.de)

Alleine im ersten Halbjahr 2009 waren 110 Millionen Menschen weltweit von Datendiebstahl und -verlust betroffen. Das geht aus dem KPMG-Data-Loss-Barometer hervor, welcher vom Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG herausgegeben wird. Das heisst: Die Zahl der Betroffenen hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt.


Bedenkt man, dass Geschäftsdaten zu den wichtigsten Gütern von Unternehmen gehören, sollten Firmen diese Entwicklung auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen – denn schneller, als einem lieb ist, kann sich Datenverlust für ein Unternehmen zu einem Desaster entwickeln. Man stelle sich beispielsweise die Folgen vor, wenn sich die falschen Personen Zugriff auf Klienten-Daten eines Arztes verschaffen oder ein Bauleiter eines Grossprojekts die Einsatzpläne seiner Arbeiter verliert und die ganze Planung durcheinanderbringt.



Wie gehen Daten verloren?

Unternehmen tun deshalb gut daran, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Eine Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist: Wo liegen die Gründe für Datenverlust? Und noch viel wichtiger: Wie kann ich ihn verhindern?

Die Ursachen sind vielfältig. In einem Punkt sind sich Experten jedoch einig: Der Mensch, also der Anwender, ist häufig mitschuldig. Dies lässt sich mit Zahlen belegen: Mit einem Anteil von 20 Prozent liegt laut KPMG der Diebstahl oder Verlust eines Computers auf dem ersten Platz, gefolgt von menschlichem Versagen und unsachgemässer Entsorgung von Datenträgern mit 12 Prozent. Cyber-Angriffe und sogenannte kriminelle Insider (mehr zu ihnen im Artikel ab S. 37) fliessen mit jeweils elf Prozent in die Statistik ein. Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch eine andere Erhebung von Kroll Ontrack, einem Anbieter von Services und Software im Bereich Datenrettung: Menschliche Fehlbedienungen sind auch in diesem Bericht ein entscheidendes Problem für Datenverlust, insbesondere in virtuellen Umgebungen. Häufigste Ursache sind Fehlbedienungen und mangelndes Know-how.

Ist der Mitarbeiter also eine unkontrollierbare Fehlerquelle, die mit den Technologien völlig überfordert ist? Mitnichten. Denn oftmals liegt die Schuld gar nicht in erster Linie beim Mitarbeiter, sondern bei den Unternehmen selber. Diese versäumen es, ihre Anwender genügend für die Technologien, Produkte oder potentielle Risiken zu sensibilisieren. Gibt man den Anwendern nämlich klare Instruktionen und Guidelines beim Umgang mit den Informatikmitteln, lässt sich das Schlimmste bereits abwenden. Grundsätzlich sollte man dabei drei Bereiche in die Sicherheitsüberlegungen einbeziehen: die Sicherheit der Daten im Büro, beim Arbeiten unterwegs und bei der Übermittlung.

 
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