Die schnellsten Rechner der Welt

Die schnellsten Rechner der Welt

23. Juni 2009 -  Auf der neuesten Top-500-Supercomputerliste finden sich auf den Rängen 1 bis 10 zwei Rechner, die in Deutschland stehen. Der schnellste Rechner der Schweiz steht auf Platz 23.

Auf der neuesten Ausgabe der Top-500-Supercomputerliste steht erneut der Rechner Roadrunner auf Platz 1. Der militärisch genutzte IBM-Rechner steht in den amerikanischen Los Alamos National Laboratory, ist mit Opteron- sowie PowerXcell-8i-Prozessoren ausgestattet und erreicht eine Rechenleistung von 1,1 PFlop/s. Auf Platz 2 folgt das Cray-System Jaguar, der mit 37‘538 Opteron-Quad-Core-CPUs bestückt ist und 1,06 PFlop/s leistet. Auf dem dritten Rang schliesslich steht der erste Computer auf europäischem Boden – und zwar der auf 294‘912 IBM-BlueGene/P-Kerne aufgerüstete Jugene, der im Forschungszentrum Jülich in Deutschland betrieben wird und 825‘500 TFlop/s leistet. Auf Platz 10 ist ebenfalls ein System des Forschungszentrums Jülich, der Juropa, zusammengesetzt aus Sun-Blades und Bull Novascale und bestückt mit 26‘304 Intel-Nehalem-Kernen.


Der schnellste Schweizer Rechner liegt derweil auf Platz 23. Dabei handelt es sich um das System Monte Rosa, eine Cray-XT-System, das am Swiss Scientific Computing Center steht und mit 14‘740 CPU-Kernen bestückt ist. Insgesamt finden sich vier der 500 schnellsten Computer der Welt in der Schweiz.
Erstmals auf der Liste und damit höchster Neueinsteiger ist der Rechner auf Rang 14. Dabei handel es sich um ein IBM-BlueGene/P-System, das an der King Abdullah University of Science and Technology in Saudi Arabien seine Arbeit verrichtet. ^


Ebenfalls spannend ist ein neuer Wert, den die Top-500-Liste nun mitliefert. Dabei geht es um die Anzahl Megaflop pro Watt. So lässt sich die Energieeffizienz der Rechner ablesen. Die effizientesten Supercomputer basieren gemäss diesem Wert auf den IBM QS22 Cell Processor Blades, welche bis zu 536 Mflop/Watt liefern. Dahinter liegen die Intel-Qaud-Core-basierenden Grape-DR-Custom-Accelerator- und IBM-BlueGene/P-Systeme mit 429 beziehungsweise 372 Mflop/Watt. Nehalem-basierende Systeme schaffen derweil 273 Mflop/Watt, Harpertown-Systeme 265 Mflop/Watt.


Und auch weitere Trends lassen sich aus der 33. Ausgabe der Liste ablesen. Zum Beispiel hat HP noch immer am meisten der schnellsten 500 Systeme gebaut. Betrachtet man jedoch nur die kumulierte Performance, steht IBM auf Platz 1. Ausserdem haben sich Quad-Core-CPUs äusserst schnell durchgesetzt. Bereits 383 der Top-500-Systeme setzen auf vier Kerne, 102 Rechner arbeiten mit Dual Cores und gerade noch vier mit Single-Core-Chips. Derweil finden sich bereits vier Systeme, in denen der Playstation-3-Prozessor von IBM mit seinen neun Kernen werkelt. 399 Systeme nutzen Intel-Prozessoren, 55 IBM-Chips und 43 Opteron-CPUs von AMD.

(mw)
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