Sieben Probleme für CEOs und CIOs

Sieben Probleme für CEOs und CIOs

20. März 2009 - «Die tumultartigen Ereignisse der letzten zwölf Monate haben die Welt schockiert», kommentiert Gartner-Vice-President Mark Raskino die Wirtschaftskrise. Die Firmenchefs seien mit sinkenden
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/04

«Die tumultartigen Ereignisse der letzten zwölf Monate haben die Welt schockiert», kommentiert Gartner-Vice-President Mark Raskino die Wirtschaftskrise. Die Firmenchefs seien mit sinkenden Erträgen konfrontiert und müssten das Geschäft umstrukturieren.



Für Jorge Lopez, «Distinguished Analyst» bei Gartner, tangiert der Krisenschock nicht nur den obersten Geschäftsleiter, sondern auch die Führung der Informatikabteilung. Was heute dem CEO Kopfzerbrechen bereite, wirke sich in 6 bis 18 Monaten auch direkt auf die IT aus: In Gesprächen mit rund einem Dutzend CEOs und durch eigene Analysen hat Gartner sieben Probleme identifiziert, die heute das Top-Management und bald auch den IT-Leiter beschäftigen werden. CIOs sollten sich laut Gartner dieses Jahr auf ausserordentliche Anforderungen punkto Arbeitsbelastung und Veränderungen gefasst machen. Ihnen kommt in Krisenzeiten offenbar wieder eine stärkere strategische Bedeutung zu als auch schon.



➤ Restrukturierung: Im Zug von Restrukturierungsmassnahmen und Akquisitionen oder Teilverkäufen muss der CIO eventuell alle Pläne revidieren und Projekte über Bord werfen, die nicht direkt dem Überleben der Firma dienen – oder gleich völlig neu mit der Planung anfangen.



➤ Rasche Reaktion nötig: Auch wenn momentan vermeintlich keine Veränderungen bevorstehen, kann sich das Blatt rasch wenden. Dann muss schnell reagiert werden – Gartner empfiehlt dem CIO, dafür stets eine Art «Swat-Team» bereitzuhalten. Allfällige Entlassungen würden zudem die Personalabteilung und die damit verbundenen IT-Systeme stärker belasten, und auch verstärktes Outsourcing könne den Workload der IT-Abteilung temporär zusätzlich erhöhen.



➤ Vertrauensverlust: Die IT kann helfen, verlorenes Vertrauen durch transparente Information wiederherzustellen. Technologien wie Reputation Management, E-Discovery und Business Intelligence seien dabei hilfreich. Gartner erwartet zudem, dass eine «datengetriebene Management-Kultur» vermehrte Bedeutung erhält, weil es in riskanten Zeiten nicht opportun sei, Entscheidungen ohne genügend Informationen zu fällen.



➤ Instabile Globalisierung: Die Wachstumsdifferenzen zwischen etablierten und aufstrebenden Ländern sowie die steigenden Kosten für Energie und Logistik werden zunehmend zum Problem. Die IT muss umso flexibler auf Veränderungen reagieren können.



➤ Mehr Regulierung: Der Staat wird wieder mehr in die Märkte eingreifen. Compliance und steuerliche Aspekte machen auch vor dem CIO nicht Halt, der sich deshalb eingehend mit dem Auf und Ab der Regulatorien beschäftigen muss.



➤ Government als neuer Markt: Das Wachstum verlagert sich von der Privatwirtschaft zu staatlichen Auftraggebern. Diese haben andere Usanzen, auf die auch die IT abgestimmt werden muss.



➤ «Green» bleibt ein Thema: Umweltgerechtes Wirtschaften ist laut Gartner 2009 zwar keine Top-Priorität, bleibt aber wichtig. Da der IT-Betrieb in vielen Unternehmen die Umweltbilanz massgeblich prägt, kommt dem CIO bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsmassnahmen eine hohe Bedeutung zu. (ubi)





(ubi)

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