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Meta muss 25 Milliarden Dollar Strafe zahlen
Quelle: Unsplash/Sebastian Pichler

Meta muss 25 Milliarden Dollar Strafe zahlen

Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico hat Meta zu einer Zahlung von 25 Milliarden Dollar verurteilt. Hintergrund sind Verstösse gegen Verbraucherschutzgesetze im Zusammenhang mit dem Datenskandal um Cambridge Analytica. Meta will gegen das Urteil Berufung einlegen.
22. Oktober 2026



Meta ist im US-Bundesstaat New Mexico zu einer Zahlung von 25 Milliarden Dollar verurteilt worden. Wie "Yahoo Finance" berichtet, hat Richter Francis Mathew am 21. Oktober ein entsprechendes Urteil gefällt. Zuvor hatte eine Jury den Facebook-Mutterkonzern im September wegen Verstössen gegen die Verbraucherschutzgesetze des Bundesstaates für schuldig befunden. Die Behörden hatten ursprünglich eine Strafe zwischen 35 und 45 Milliarden Dollar gefordert.

Im Verfahren geht es um den Datenskandal rund um die inzwischen aufgelöste britische Beratungsfirma Cambridge Analytica. Diese hatte über eine Persönlichkeitsquiz-App Zugriff auf Daten von rund 87 Millionen Facebook-Profilen erhalten. Die Informationen wurden anschliessend unter anderem für gezielte politische Werbung im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 verwendet. Die Jury kam zum Schluss, dass Meta seine Nutzer über den Schutz ihrer persönlichen Daten und die Möglichkeiten zur Kontrolle dieser Informationen getäuscht hatte. Insgesamt stellte sie mehr als 43 Millionen Verstösse gegen die Verbraucherschutzgesetze von New Mexico fest.


Der Generalstaatsanwalt bezeichnete das Urteil laut dem Bericht als eines der höchsten, die ein einzelner US-Bundesstaat je gegen Meta erwirkt habe. Die Einnahmen aus der Strafzahlung – immerhin rund 12'000 Dollar pro Einwohner – sollen nach seinen Angaben dem Bildungsfonds des Bundesstaates zugutekommen. Während 48 andere US-Bundesstaaten ähnliche Verfahren mit Facebook durch Vergleiche beigelegt hatten, führte New Mexico den Rechtsstreit eigenständig weiter.

Meta weist die Vorwürfe zurück und hat angekündigt, Berufung einzulegen. Der Chefanwalt des Konzerns kritisierte sowohl das Urteil als auch das Vorgehen der Behörden. Die vorgelegten Beweise seien veraltet, zudem würden mit dem Verfahren nach Ansicht des Unternehmens neue Einschränkungen für Online-Äusserungen durchgesetzt. Meta zeigte sich zuversichtlich, sich im Berufungsverfahren durchsetzen zu können. Ob und in welcher Höhe Meta letztlich eine Strafe bezahlen muss, hängt damit vom weiteren Verlauf des Verfahrens ab. (mw)


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