Cyberkriminelle beschenken sich gegenseitig zu 'Leaksmas'

Cyberkriminelle beschenken sich gegenseitig zu "Leaksmas"

Auch Cyberkriminelle scheinen einen Sinn für Geschenke zu haben. Rund um Weihnachten veröffentlichten sie Millionen von Datensätzen im Darknet – laut Forschern als Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung.
3. Januar 2024

     

Cyberkriminelle begingen die Weihnachtsfeiertage auf ihre ganz eigene Weise, wie die Sicherheitsforscher von Resecurity in einem Blogbeitrag berichten. Demnach veröffentlichten zahlreiche Akteure rund um die Feiertage Unmengen an gelakten Daten von Unternehmen und Behörden im Darknet unter der Kennzeichnung "Free Leaksmas". Diese deute laut den Autoren darauf hin, dass es sich um eine Form der gegenseitigen Dankbarkeit und somit um ein Geschenk handeln könnte.

Es soll sich demnach um Daten aus den verschiedensten Ländern gehandelt haben, vor allem aus den USA sowie Peru und den Philippinen. Aber auch Unternehmen und Behörden aus der Schweiz und aus Frankreich waren betroffen. Diese geografische Verbreitung verdeutliche die grosse globale Reichweite und die schwerwiegenden Auswirkungen dieser cyberkriminellen Aktivitäten, so die Sicherheitsforscher. Ein wichtiges Ereignis im Rahmen von "Leaksmas" war die Veröffentlichung eines grossen Datenpaketes von Movistar, einem Telekommunikationsanbieter aus Peru. Dieses enthielt 22 Millionen Datensätze. Aber auch der schwedische Finanzdienstleister Klarna war demnach betroffen sowie ein italienischer Anbieter für Militärausrüstung.


Insgesamt veröffentlichten die Cyberkriminellen über 50 Millionen Datensätze mit einem potenziellen Schadensvolumen von mehreren Millionen Dollar. Die Winterfeiertage hatten laut den Forschern also offensichtlich einen enormen Effekt auf die Schattenwirtschaft und dienten als Katalysator für die Akteure, die ihre Aktivitäten in diesem Zeitraum spürbar intensivierten. (sta)


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