Kundenkommunikation aus einem Guss

Start-up Okomo

Kundenkommunikation aus einem Guss

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/12
Seite 3
"Die Integration ist wirklich kinderleicht", so Rutz. "Man muss nur eine einzige Zeile HTML-Code in die eigene Webseite einfügen. Nutzt das Unternehmen Wordpress, dann ist es sogar noch einfacher, denn Okomo ist im Store von Wordpress als Plugin zum Download verfügbar. Wir arbeiten bereits daran, unsere Lösung auch in weitere CMS, Webshop-­­­Lösungen, Kommunikationssysteme und CRMs zu integrieren. Button und Widget von Okomo lassen sich darüber hinaus sehr leicht an den eigenen Firmenauftritt anpassen und zum Beispiel mit Profil- und Hintergrundbildern versehen." Damit ist die Lösung laut dem CEO speziell auch auf KMU zugeschnitten, die über begrenzte IT-Ressourcen verfügen. Aufgebaut ist Okomo auf dem offenen Standard WebRTC (Web Real-Time Communication), der die Echtzeitkommunikation über Rechner-Rechner-Verbindungen ermöglicht, wobei dazu nur ein Internet-Browser benötigt wird. Damit wird auch die Video-Kommunikation anwenderfreundlicher.

"Da es sich um eine reine Browser-Lösung handelt, lässt sich diese auf allen möglichen Endgeräten nutzen. Endanwender müssen keine speziellen Software-Anwendungen herunterladen", betont Rutz. Und nicht nur das: Das Kommunikations-Widget kann alternativ auch über einen Link aufgerufen werden, weshalb Okomo auch in E-Mail-Signaturen, Newsletter oder Social-Media-Profilen eingebettet werden kann. Nicht minder wichtig ist laut dem CEO, dass die Live-Beratung über Okomo End-to-End-verschlüsselt ist. Für die Speicherung der Berater-Profilinformationen nutzt das Start-up die Azure Cloud von Microsoft, in deren Start-up-Programm Okomo kürzlich aufgenommen wurde.

Interessante Anwendungsgebiete

Philipp Rutz ist überzeugt, dass eine Lösung wie Okomo interessante Möglichkeiten zur Interaktion mit Kunden eröffnet. Davon profitieren würden vor allem Unternehmen, die beratungsintensive Dienstleistungen und erklärungsbedürftige Produkte verkaufen und für die der persönliche, direkte Kundenkontakt wichtig ist. So könne die Video­chat-Funktion beispielsweise genutzt werden, um Produkte persönlich auch in einem Online-Showroom zu präsentieren. "Es ist ja nicht so, dass wir das Rad neu erfunden hätten. Bereits vor Okomo konnte man chatten und Sprach- oder Videoanrufe tätigen sowie Termine vereinbaren, nur handelt es sich bei den meisten Angeboten um Insellösungen oder um solche, die aufwendig installiert und gewartet werden müssen. Unsere Lösung vereint mehrere Kommunikationskanäle in einem Paket, das praktisch ohne Aufwand in die eigene Webseite und viele andere Online-Kanäle integriert werden kann. Und auch die Mitarbeiter brauchen kaum eine Schulung, um die Funktionsweise zu verstehen", führt Rutz aus.

Das Pricing der Lösung ist einfach. Es gibt die drei Stufen Basic, Premium und Enterprise mit monatlichen Abogebühren pro Berater und unterschiedlichem Funktionsumfang. Darüber hinaus bietet Okomo neu auch eine Freemium-Variante an, die Einzelpersonen ermöglicht, ihre eigene, digital interaktive Okomo-Visitenkarte kostenlos zu nutzen. Auch Pläne für die Zukunft hat Okomo bereits. Zurzeit ist das Start-up auf der Suche nach Investoren, um die Lösung weiterzuentwickeln und neue Features zu implementieren, um die Benutzererfahrung mit maschinellem Lernen aber auch künstlicher Intelligenz weiter zu vereinfachen und zu optimieren. Viel Potenzial sieht das Team zukünftig aber auch in der Integration von Okomo in Datenbrillen und digitale Assistenten. Ausserdem plant Rutz, ein Partnernetzwerk aufzubauen, um die Lösung auch indirekt zu vermarkten. Angepeilt wird zunächst der Markt im deutschsprachigen Raum, dann soll die Expansion darüber hinaus folgen. (luc)
Vorherige Seite  
Seite 3 von 3

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Wie hiess im Märchen die Schwester von Hänsel?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2020/01
Schwerpunkt:
• Software-Entwicklung in der Schweiz
• Marktübersicht: Schritt für Schritt zur Individualsoftware
• Nearshoring-Varianten nahtlos anpassen
• So wird bei Abacus und Opacc gearbeitet
• Progressive Web Apps vs. native Apps
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER