Auch die Energiebranche zeigt ­Interesse an Blockchains

Auch die Energiebranche zeigt ­Interesse an Blockchains

Auch die Energiebranche zeigt ­Interesse an Blockchains

(Quelle: Andrewglaser / wikimedia.org)
Artikel erschienen in IT Magazine 2016/11
Seite 1
5. November 2016 -  Von Martin Kauert

Blockchain-Anwendungen haben in der Finanzwelt bereits eine gewisse Marktreife erreicht. Inzwischen prüfen auch andere Industriezweige, ­welches Potenzial in dieser Technik steckt – so auch die Energiebranche.
Die bekannteste und in gewisser Weise auch schillerndste Anwendung der Blockchain-Technik ist Bitcoin. In diesem dezentralen Zahlungssystem werden Transaktionen direkt zwischen Sender und Empfänger ausgeführt. Eine zentrale Abwicklungsstelle ist nicht mehr nötig. Transaktionen werden in sogenannten blocks zusammengestellt. Jeder Block bildet eine Prüfsumme, die dem nächsten angehängten Block weitergegeben wird. Die daraus resultierende chain wird auf allen Rechnern des Netzwerkes identisch gespeichert. Manipulationen an einem Block sind damit weitgehend ausgeschlossen.

Effizientere und günstigere Prozesse

Auch die Energiebranche zeigt ­Interesse an Blockchains
Dr. Martin Kauert ist Leiter Technology Scouting, BKW, Bern. (Quelle: SwissICT)
In allen Branchen gehört eine Reduktion der Prozesskosten zu den Standard-Geschäftszielen. Angesichts sich stetig verändernder Marktanforderungen sind hohe Flexibilität und schnelle Reaktionsfähigkeit gefragt. Automatisch stossen alle Konzepte, die Prozessvereinfachungen versprechen, ohne den Kundennutzen zu verringern, auf grundsätzliches Interesse. Nicht nur für die Energiebranche liegt der Charme einer Blockchain-Anwendung in dem unkomplizierten "Ware gegen Geld"-Austausch: In dem Augenblick, in dem der Kunde Strom bei einem Lieferanten bezieht, ist er auch schon per Kryptowährung wie Bitcoin bezahlt. Da die Transaktion dauerhaft und sicher dokumentiert ist, entfallen die lästige Rechnungsstellung, das Abwarten von Zahlungsfristen und das Mahnwesen.

Natürlich reden wir hier von der Zukunft. Nach dem heutigen Stand der Technik sind wir von diesem Szenario noch entfernt – wie weit, lässt sich nur schwer abschätzen, aber eine Dekade wird wohl noch ins Land gehen. So sind beispielsweise etliche technische aber auch energierechtliche oder regulatorische Fragstellungen nicht geklärt und alternative Technologien bieten für gewisse Anwendungen zum Teil ähnliche Funktionalitäten. Angesichts der Änderungsgeschwindigkeit in der Energiebranche kann es aber gut sein, dass die innovativen Unternehmen weniger Zeit benötigen. Es gibt weltweit bereits viele Projekte, die den Weg weisen.
 
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