Wo Lotus Notes aktuell steht - und wo die Reise hingeht

Wo Lotus Notes aktuell steht - und wo die Reise hingeht

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/12

Neue Versionen im Jahrestakt

In dieser Situation kam mit HCL ein weltweit agierendes IT-Unternehmen mit 9,4 Milliarden US-Dollar Umsatz und 147’000 Mitarbeitern ins Spiel, das neben dem Willen auch das nötige Geld mitbringt, um die in die Jahre gekommene Plattform mit neuem Leben zu erfüllen. HCL hat nicht nur den Wert von Notes erkannt, sondern auch, was Unternehmen in den letzten Jahren dazu bewogen hat, die Plattform abzulösen.

Zu Beginn war lediglich von einer Entwicklungszusammenarbeit zwischen IBM und HCL die Rede, doch per Anfang Juli 2019 hat HCL Notes/Domino – und damit einhergehend auch alle anderen Collaboration-Produkte – für insgesamt 1,8 Milliarden Dollar von IBM übernommen. Hatte HCL die Plattform bereits im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit an vielen Stellen modernisiert, wurde das Tempo nach der Übernahme nochmals erhöht. Nach Jahren mit mehr oder weniger Stillstand wurde im Oktober 2018 Version 10 geliefert, Anfang Dezember 2019 stand nun die somit brandaktuelle Version 11 an und für 2020 ist bereits von Version 12 die Rede. Bislang hat HCL die gemachten Versprechen gehalten, die Notes/Domino-Community – in der Schweiz vertreten durch die Swiss Notes User Group (www.snoug.ch) – setzt darauf, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.

Nutzer im Fokus

Version 10 hatte einen klaren Fokus auf die Anwendungsentwicklung, insbesondere in Hinblick auf den Refresh von bestehenden Anwendungen und für professionelle Entwickler, die sich im Umfeld aktueller Technologien von JavaScript oder Node.js wohl fühlen und ihre Skills zukünftig auch mit Notes nutzen wollen. Im Verlauf der Version 11 wird HCL Volt hinzukommen – eine neue, browserbasierte, so genannte Low-Code-Anwendungsentwicklungsumgebung auf Basis von Domino für Nicht-Programmierer, also "normale" Mitarbeiter in Fachbereichen. Man kann damit im Browser zum Beispiel mit Excel beginnen oder einfach per Drag & Drop die Logik für eine neue App zusammenbauen.

Version 11 hat den Fokus ganz bei den Nutzern: Der Notes Client ist moderner geworden und klassische Domino-Anwendungen können nun sogar ohne Umprogrammieren direkt auf iPads, iPhones und Android-Tablets genutzt werden – die Unterstützung für Android Smartphones folgt dann 2020. Für das kommende Jahr ist darüber hinaus eine neue Thin-Client-Lösung im Browser geplant, die Domino-Anwendungen und modernes E-Mail auf Basis aktueller Webassembly-Technologie integriert. Mit ihr wird der klassische Rich Client in den meisten Unternehmen nicht mehr benötigt werden. Stattdessen hat man dann eine integrierte Umgebung für Mail und Anwendungen im Browser und kann sich auch teure Rollout-Projekt sparen.

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