Start-up Usystems

SaaS von der Pfadi

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Artikel erschienen in IT Magazine 2018/10

Mehr Zeit für den Vereinsvorstand

"Wir haben die Preise nie angepasst", kommentiert Holderegger die Preisentwicklung der Lösung. "Der Gedanke war, dass man pro Mitglied etwa einen Franken pro Jahr bezahlen sollte. Das funktioniert auch heute noch gut." Webling-Abos mit voller Funktionalität sind für 100 bis 20’000 Mitglieder ab 9.90 Franken pro Monat erhältlich, zur reinen Mitgliederverwaltung kann das Tool kostenlos genutzt werden. Heute nutzen etwa 1700 Vereine in der Schweiz, Deutschland und Österreich die kostenpflichtige Version der Lösung, um die Vereinsgeschäfte zu verwalten.

Hinzugekommen ist über die Jahre vor allem eines: Features. Für das gleiche Geld wie damals haben Webling-Benutzer heute Zugriff auf deutlich mehr Funktionen. Neben der ursprünglichen Mitgliederverwaltung gibt es ein umfängliches Buchhaltungstool, unter anderem mit automatisiertem Rechnungsexport oder die Integration von Zahlungsmitteln wie Lastschriftverfahren, Twint, Postfinance oder Kreditkarte. Für die Kommunikation stehen Funktionen für das Versenden von Mails, SMS oder Briefen zur Verfügung und es gibt Cloudspeicher für eine Dokumentenablage. Das komplette System ist rollenbasiert und kann nach einzelnen Berechtigungen für Funktionen und Zugänge justiert werden. Dank Mobile-Optimierung kann Webling auch unterwegs genutzt werden und bietet für Android- oder iOS-Smartphones zusätzlich eine Adressbuch-Synchronisation. Den Abschluss des Webling-Pakets macht der persönliche Support zu Schweizer Bürozeiten.
Die Kundschaft kommt zu 50 Prozent aus der Schweiz, den Rest machen Deutschland und Österreich aus. "Wir konnten mit der Werbung recht gut steuern, von wo neue Kundschaft kommen würde." Anfangs wurde nur in der Schweiz geworben, aber vor allem Deutschland sei ebenfalls ein grosser Markt mit vielen Vereinen, so Holderegger. Das Business ausserhalb der Landesgrenzen hätte aber seine Tücken, erklärt er: "Jeder Markt hat seine Eigenheiten, wie die Dinge funktionieren. Während in der Schweiz beispielsweise der Einzahlungsschein mit Referenznummer geläufig ist, werden in Deutschland solche Beträge fast ausschliesslich per Lastschriftverfahren bezahlt. Man muss die Eigenheiten kennen lernen, entsprechende Anpassungen machen und merken, was im entsprechenden Markt wichtig ist. Desswegen gibt es auch noch keine englische Version: Man müsste nicht nur übersetzen, sondern auch die Bedürfnisse des Marktes bedienen, der Aufwand ist beachtlich." Eine Hürde aus jüngster Zeit war auch für Webling die Einführung der EU-DSGVO. Da Personendatensätze gespeichert und Kunden in der EU gepflegt werden, müssen die Auflagen der Verordnung erfüllt sein. Mit zwei primären Massnahmen kommt Usystems diesen nach: Zum einen läuft aktuell der Prozess für eine ISO-Zertifizierung für den Datenschutz, zum anderen schliesst man mit EU-Kunden einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung ab. Anträge zur Herausgabe von Daten, etwa zur Portierung oder Löschung, würden indes manuell bearbeitet, solange die Zahl überschaubar bleibe, so Holderegger. Gehostet wird die Lösung bei einem etablierten Schweizer Anbieter, um die Datensicherheit zu gewährleisten.

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