Das kleine ­Einmaleins der Mitarbeitermotivation

Das kleine ­Einmaleins der Mitarbeitermotivation

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/04

2. Lob und Anerkennung ­kundtun

Menschen wünschen sich Lob und Anerkennung und sie möchten wissen, wo sie stehen und wie ihre Bemühungen wahrgenommen werden. Dies gibt ihnen Sicherheit und stärkt ihr Selbstvertrauen. In einem Lob kommt darüber hinaus auch Wertschätzung zum Ausdruck. Lob und Anerkennung kann man Mitarbeitern nicht nur für absolute Glanztaten – wie zum Beispiel für den Abschluss eines Mega-­Auftrags oder die Lösung eines grossen Problems – aussprechen. Auch im Betriebsalltag gibt es vieles zu loben. Beispielsweise wenn ein Mitarbeiter rechtzeitig das Gespräch mit dem Vorgesetzten sucht, etwa wenn eine Planabweichung droht. Oder wenn er stets zuverlässig seine Aufgaben erfüllt und pünktlich zur Arbeit erscheint.

Solche Dinge sind nicht so selbstverständlich, wie sie Führungskräften oft erscheinen mögen. Doch leider merken sie dies oft erst, wenn der Mitarbeiter weg ist. Etwa, weil er das Unternehmen gewechselt hat und jemand Neues seine Position einnimmt.

Tipp: Nicht die grossen Lobeshymnen machen den Unterschied. Der kleine Nebensatz im Alltag ist entscheidend: «Super Idee», «Spitze, dass Sie das geschafft haben.» Am besten kombiniert mit einem Lächeln und einem Blick in die Augen.

3. Feedback geben

Im Gegensatz zum Lob, welches aus einer kurzen Bemerkung wie «Gut gemacht» bestehen kann, ist das Feedback eine ausführliche und strukturierte Rückmeldung, die in der Regel unter vier Augen gegeben wird. Beim Feedback werden neben den Stärken auch die Schwächen thematisiert, die ein Mitarbeiter beim Wahrnehmen gewisser Aufgaben zeigt. Zudem werden dem Mitarbeiter Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt.

Dementsprechend ist das Feedback oder die Rückmeldung ein zentrales Führungsinstrument, wenn es darum geht, dass sich Mitarbeiter weiterentwickeln. So können sie immer eigenständiger arbeiten und mit der Zeit auch komplexere Aufgaben übernehmen. Und auch die Tatsache, dass sich eine Führungskraft regelmässig Zeit für Feedback-Gespräche nimmt, kann für die Mitarbeiter ein Signal sein. So wird ihnen etwa gezeigt, dass der Chef Vertrauen hat in die persönlichen Kompetenzen und man auf eine langfristige Zusammenarbeit setzt. Somit ist regelmässiges Feedback wichtig, auch damit mit der Zeit die persönliche Belastung des Vorgesetzten sinkt, weil die Mitarbeiter stets kompetenter werden.

Tipp: Eine Führungskraft sollten beim Feed­back nach folgender Struktur vorgehen:
• Welches Verhalten fällt auf?
• Wie wirkt das Verhalten beziehungsweise welche Konsequenzen hat ­dieses?
• Wie sollte das Verhalten oder Vorgehen künftig sein?
• Welche Unterstützung braucht der Arbeitnehmer hierfür?

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