SSD: Vom Luxus zum Mainstream

SSD: Vom Luxus zum Mainstream

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/07

Effiziente Aufrüstmöglichkeit

Angesichts der gesunkenen Preise und der Tatsache, dass auch SSDs mit höheren Kapazitäten langsam aber sicher erschwinglich werden, kann es durchaus Sinn machen, in einem «alten» PC oder Server die verbauten, herkömmlichen Harddisks durch SSDs zu ersetzen. Dies weiss auch Alex Rüdiger, Marketing Manager Europa bei Adata Technology. In seinen Augen macht der Ersatz von HDDs durch SSD absolut Sinn, denn: «In den meisten Systemen stellt die herkömmliche Festplatte den sogenannten Flaschenhals dar. Egal ob ein Notebook oder PC den SATA-II- oder den neueren SATA-III-Standard unterstützt, eine SSD wird immer viel schnellere Reaktionszeiten und Übertragungsraten liefern, was die gesamte Produktivität des Systems steigert. In vielen Fällen reicht es somit, die Festplatte durch eine SSD zu ersetzen, was viel günstiger ist, als in ein komplett neues System zu investieren.» Auch Manuel Spaniel von Transcend macht klar, dass ältere Systeme von einem Upgrade mit einer SSD deutlich mehr profitieren, als von allen anderen Umbaumassnahmen. «Der Umbau mit einer SSD kann das System für um die 100 Franken spürbar beschleunigen. Dagegen schlägt eine Aufrüstung mit einer neuen CPU, die oft auch ein neues Mainboard sowie neuen Arbeitsspeicher erforderlich macht, schnell mit 300 Franken zu Buche.» Tomasz Swatowski von MX Technology schränkt hierzu allerdings ein, dass man HDDs nicht einfach so aus dem Rechner verbannen sollte, da sie immer noch viel zuverlässiger sind als SSDs. «Die optimale Konfiguration sieht dementsprechend folgendermassen aus: Eine SSD kommt als Betriebssystemlaufwerk zum Einsatz, eine oder mehrere HDDs dienen als Dateilaufwerke.»

Consumer- oder Enterprise-SSD?

Das Angebot an SSDs ist allerdings breit, genauso wie die Preisspanne. So finden sich allein in unserer Marktübersicht auf den folgenden Seiten, die nur je ein Modell pro Markenhersteller und damit einen Bruchteil der SSDs am Markt zeigt, 500-GB-Modelle für deutlich unter 300 Franken und solche für weit über 400 Franken. Allen Modellen in der Übersicht gemeinsam ist, dass es sich nicht um billige No-Name-SSDs handelt. Von diesen wird nämlich grundsätzlich abgeraten. Dazu Tomasz Swatowski: «Man sollte sehr genau schauen, was drin steht – und vor allem auf die Herkunft der NAND-Chips achten.»
Gemäss Manuel Spaniel werden die SSD-Produkte inzwischen sehr viel differenzierter angeboten als noch vor einigen Jahren. «Es gibt SSDs, die extrem auf Performance ausgelegt sind und somit eher für Worksta­tion-Systeme gedacht sind. Und es gibt preiswertere Laufwerke, die für den normalen Nutzer konzipiert wurden. Der Nutzer kann und muss sich inzwischen einfach entscheiden, was er möchte.» Spaniel ist auch der Meinung, dass der normale PC-Nutzer durchaus auch ein günstiges Laufwerk einsetzen kann, ohne spürbare Nachteile gegenüber einer Performance SSD zu haben. «Der Leistungsvorsprung gegenüber einer herkömmlichen Festplatte ist dennoch erheblich.»

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