Tablets werden Business-tauglich

Tablets werden Business-tauglich

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/06

Tablets im Vergleich zu klassischen Rechnersystemen


Business-Tablets bieten im Vergleich zu Desktops-PCs und Notebooks zahlreiche Vorteile, weisen allerdings auch einige Einschränkungen auf. Zu den zentralen Vorteilen von Tablets gehören das handliche Format, die einfache Bedienung mittels Touchscreen und Gestensteuerung oder die Eingabe per Stift, welcher ein genaueres Positionieren oder beispielsweise auch das Erfassen von Unterschriften ermöglicht. Zu nennen sind auch die gute Bildschirmdarstellung und eine im Verhältnis zu Notebooks relativ lange Akku-Laufzeit, die dem Nutzer das Mitführen von Kabeln oder Netzteilen erspart. Durch diese Leistungsmerkmale sind die Tablets für den mobilen Einsatz geradezu prädestiniert.
Darüber hinaus werden Tablets heute aber auch verstärkt stationär genutzt. Ein Grund hierfür ist die zunehmende Leistungsfähigkeit, die etwa Multitasking, also eine zeitgleiche Verwendung von verschiedenen Applikationen, ermöglicht und damit eine wichtige Anforderung der heutigen komplexen Arbeitswelt erfüllt. Da der stationäre Einsatz zunimmt und Business-Tablets somit auch für das Schreiben von Texten verwendet werden, verfügen die meisten Geräte heute auch über Tastatur-Erweiterungen, entweder mittels einer Docking-Station, die aus dem Tablet einen echten Büro-Arbeitsplatz mit Anschlussmöglichkeit von einem oder mehreren Monitoren macht, oder in Form des Convertible mit abnehmbarer oder klappbarer Tastatur, die dann auch unterwegs genutzt werden kann.
An diesem Punkt zeigt sich aber ein erster Nachteil von Tablets gegenüber klassischen Desktop-PCs oder Notebooks. Es liegt auf der Hand, dass derartige Erweiterungs-Tastaturen nicht die ideale Lösung für das Erstellen umfangreicher Texte oder ein kontinuierliches Schreiben sind, wie es der berufliche Alltag oft erfordert. Was zudem in vielen Fällen gegen einen stationären Business-Einsatz spricht, sind die im Vergleich zu anderen Rechnersystemen niedrigeren Prozessorleistungen oder geringeren Kapazitäten hinsichtlich Arbeits- und Massenspeicher. Bei komplexen Business-Anwendungen können die Tablets damit nicht die erste Wahl sein. Es gibt Branchen und Bereiche, aus denen die klassische Gerätegruppe nicht wegzudenken ist, vor allem im Hinblick auf die Verarbeitung grosser Datenmengen. So benötigen etwa Architekten, Ingenieure oder auch Medienschaffende oft deutlich mehr Rechenleistung für die Erstellung und Präsentation ihrer Projekte, als die aktuellen Tablets bereitstellen können.

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