Die Arbeit flexibler gestalten: Ein ganzheitliches ICT Arbeitsplatzkonzept ebnet den Weg

Die Arbeit flexibler gestalten: Ein ganzheitliches ICT Arbeitsplatzkonzept ebnet den Weg

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/10

Ganzheitliche ICT-Arbeitsplatzkonzepte als Basis der flexiblen Zusammenarbeit

Unterwegs im Büro: Durch Einbindung privater Consumer-Geräte ins Unternehmensnetzwerk kann die Arbeit flexibler gestaltet werden. Wie die Studie «WorkAnywhere» der SBB und Swisscom zeigt, hat dies positive Effekte auf die Produktivität und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden sowie auf die Entlastung der Pendlerströme. (Quelle: Swiss ICT Magazin)
Für die Akzeptanz und damit den Erfolg ortsunabhängigen (Zusammen-)Arbeitens ist das ICT-Arbeitsplatzkonzept entscheidend: Ein ganzheitlicher Ansatz muss die Anforderungen am Arbeitsplatz, in Gebäuden und Räumen, unterwegs und zuhause berücksichtigen.

Folgendes Beispiel verdeutlicht dies:
Die SBB ist im Begriff ihre Standorte zu zentralisieren: In Bern Wankdorf, Olten und Zürich-Altstetten entstehen neue Bürokomplexe, die alle nach dem sogenannten Multispace-Konzept gestaltet werden. Den Mitarbeitenden stehen in diesen Gebäuden je nach Art der zu erledigenden Arbeit verschiedene Umgebungen zur Verfügung: Es gibt Zonen, die für Projektarbeit ausgelegt sind, solche, die konzentriertes Arbeiten erlauben, und wieder andere, die den kreativen Austausch fördern. Daneben gibt es Begegnungszonen, Kommunikationsinseln zum Telefonieren oder eine Dachterrasse, um sich bei der Arbeit auch mal im Freien inspirieren zu lassen. Je nachdem, welche Arbeit man gerade verrichtet, platziert man sich in der dafür geeigneten Zone.
Die ICT Ausstattung im Gebäude und die persönliche ICT Ausstattung der Anwender sind auf diese Arbeitswelt ausgerichtet und unterstützen die Mobilität im und ums Gebäude optimal. Dazu gehören Bürotische mit einfachen Verbindungen für Laptops und Smartphones, Follow Me Print Services, um unkompliziert an einem x-beliebigen Drucker ausdrucken zu können oder die Inhouse-Abdeckung mit Mobilfunk für Smartphones, damit diese auch im Gebäude als primäres Telefon eingesetzt werden können. Für Heimarbeit oder das Arbeiten unterwegs sind die Mitarbeitenden mit Smartphones und Laptops ausgestattet, mit denen sie ohne Einschränkung auf das Unternehmensnetzwerk zugreifen können.
Flexibles Arbeiten erfordert einen neuen Führungsstil: Geführt wird nicht mehr nach Präsenzstunden, sondern leistungs- und ergebnisorientiert. Wichtig ist auch, dass Unternehmen ihre Erwartungen im Umgang mit der Technologie und an die Zusammenarbeit klar äusseren und den Mitarbeitenden sinnvolle Hilfen anbieten. . Genannt sei hier exemplarisch die Regelung der Erreichbarkeit zuhause, während und ausserhalb der Arbeitszeit oder der Umgang mit Heimarbeit und Präsenz im Team. Auch sind kulturelle Aspekte zu berücksichtigen: Als Grundvoraussetzungen für flexible Arbeitsmodelle in performanten und erfolgreichen Teams sehen wir eine Vertrauenskultur, die eigenverantwortliches Handeln und Arbeiten der Mitarbeitenden unterstützt.

Bring your own Device (BYOD): Individualisierung erlaubt


Bei der SBB ist der mobile Zugriff aufs Unternehmensnetzwerk mittels Smartphone, Tablet und/oder Notebook beim grössten Teil des Büropersonals bereits eine Selbstverständlichkeit. Viele nutzen dazu auch private Geräte. Das ist möglich dank eines etablierten BYOD-Services: Durch die sichere Einbindung ins Unternehmensnetzwerk können die privaten Tablets, Smartphones oder Notebooks problemlos als Komplementärgeräte neben der Standardausrüstung für die tägliche Arbeit verwendet werden. Die SBB übernimmt dabei die Kosten für die Integrationsleistungen und den Datenkonsum, die Mitarbeitenden kommen für die Beschaffung und den Unterhalt der Geräte auf. Der BYOD-Ansatz stösst auf grosses Interesse: Aktuell sind über 5000 private Tablets und Smartphones auf Basis iOS ins Unternehmensnetzwerk eingebunden, und rund 2000 Anwender nutzen Anwendungen auf privaten Laptops oder PCs über Remote Access. Die Anzahl der BYOD Endgeräte wird weiter steigen, wobei künftig auch Laptops oder PCs stärker angebunden werden sollen.
Mit einer sinnvollen, zielgerichteten Flexibilisierung des ICT-Arbeitsplatzes kann auch die demographische Entwicklung am Arbeitsmarkt berücksichtigt werden: Für junge Talente im Technologiebereich ist eine moderne und unkomplizierte ICT ein relevantes Entscheidungskriterium für einen Arbeitgeber und beeinflusst damit dessen Attraktivität am Markt. Für die SBB ein weiteres Argument, in einen modernen und flexiblen ICT-Arbeitsplatz zu investieren, um erfolgreicher im Wettbewerb um Talente bestehen zu können.

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER