Schweiz bleibt bei digitaler Wettbewerbsfähigkeit auf dem fünften Rang
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Schweiz bleibt bei digitaler Wettbewerbsfähigkeit auf dem fünften Rang

In der Weltrangliste zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit verbleibt die Schweiz unter 64 Ländern auf dem fünften Rang. Gute Noten gibt es im Bereich Wissen, Schwächen zeigen sich puncto Cybersicherheit und Einstellung der Bevölkerung zu Technologie.
4. Dezember 2023

     

Das Institute for Management Development (IMD) in Lausanne hat seine diesjährige Weltrangliste zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit publiziert. Das Ranking basiert auf verschiedenen Kriterien wie Wissen, Cybersicherheit oder Einstellung der Bevölkerung zur Technologie. Es bewertet die Fähigkeit und Bereitschaft einer Volkswirtschaft, digitale Technologien als Hauptantriebskraft für den wirtschaftlichen Wandel in Unternehmen, Behörden und der Gesellschaft zu nutzen und zu erforschen, wie das IMD erklärt.

An der Spitze liegen 2023 die USA – dies nachdem Dänemark 2022 den ersten Platz belegte, das neu Platz 4 einnimmt. Die Plätze 2 und 3 gehen an die Niederlande und Singapur. Die Schweiz folgt auf dem fünften Rang, den sie schon 2022 innehatte. Im Bereich Wissen liegt die Schweiz bei allen Unterkriterien in der Top-Ten, allem Voran in Bezug auf Talente (2. Rang), dies auch dank der internationalen Erfahrung der Arbeitskräfte und dem Anteil hoch qualifizierter Talente aus Drittstaaten.




Weniger rosig sieht es hierzulande bei der Einstellung der Bevölkerung zu Technologie aus. Hier liegt die Schweiz nur auf Platz 16. Arturo Bris, Director des World Competitiveness Center des IMD, dazu: "Die Schweiz lehnte das E-ID-Gesetz ab; die Nutzung der COVID-Online-Anwendung war sehr gering; die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes sind extrem hoch; und das digitale Bankwesen ist nicht so weit entwickelt wie in vielen anderen Ländern." Dies alles, obwohl die Schweiz über eine hervorragende digitale Infrastruktur, solide Regulation und digitale Talente verfügt.

Digitalswitzerland-Präsident Sascha Zahnd ergänzt: "Wir stehen wirklich an einem Scheideweg, wenn es um die Akzeptanz von Technologie geht. Im Falle der Schweiz finde ich vor allem das schlechte Angebot an E-Government und E-Partizipation besorgniserregend. Es ist an der Zeit, dass wir dieses Thema auf höchster Ebene angehen."


Noch schwächer steht die Schweiz hinsichtlich Cybersicherheit (Platz 20) und staatliche Cybersicherheitskapazitäten (Platz 28) da – gefährlich wegen der stetig steigenden Zahl von Cyberangriffen auf Unternehmen und Privatpersonen. (ubi)



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