Kreativ und fit für Veränderungen

Kreativ und fit für Veränderungen

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/04
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Woraus sich Kreativität speist

Inwieweit wir dazu fähig sind, hängt von vielen Faktoren ab – unter anderem:
a. Unserer Kompetenz: Wenn wir nicht wissen wie eine Glühbirne funktioniert, können wir es auch nicht unseren Kindern erklären. Wir können ihnen höchstens eine Phantasiegeschichte erzählen. Ebenso verhält es sich im beruflichen Bereich, wenn wir beispielsweise fachfremden Personen (Mitarbeitern, Kunden, Kollegen) komplexe Zusammenhänge möglichst einfach in deren Sprache erklären müssen.
b. Unserer Erfahrung: Wenn wir Kindern schon oft schwierige Zusammenhänge erklärt haben, wissen wir, welches Vorverständnis sie in der Regel haben und können dies bei unseren Erklärungsversuchen berücksichtigen. Entsprechendes gilt für Gespräche mit Kunden und Mitarbeitern im beruflichen Alltag. Auch hier hilft uns unsere Erfahrung, deren Sprache zu sprechen.
c. Unserer körperlichen und geistigen Verfassung: Wenn wir müde und abgespannt sind, bringen wir beim Beantworten der Fragen unserer Kinder wenig Geduld und Phantasie auf. Auch hier bestehen Parallelen zum Berufsalltag: Auch dort zeigen wir, wenn wir uns schlapp, müde, überfordert fühlen, wenn eine neue Aufgabe an uns herangetragen wird, oft eine Abwehrhaltung "Das geht nicht, weil...". Oder wir reagieren gestresst und gereizt. Unsere Muskulatur verspannt sich. Unser Puls- und Blutdruck steigen sowie unsere Atemfrequenz und -tiefe. Und wir verfallen in ein lineares, starres Denken – ein Zustand, der das Finden kreativer Lösungen blockiert.

Oft merken wir dies selbst. Dies lässt uns noch weiter in Stress und Panik verfallen und unsere Unfähigkeit, das Problem zu lösen, potenziert sich. Aus diesem Teufelskreis können wir nur ausbrechen, wenn wir die Reaktionen unseres Körpers kennen; ausserdem, wenn wir mit Strategien vertraut sind, um Stress abzubauen beziehungsweise das Entstehen von Stress zu vermeiden. Dann können wir in Situationen, die Stress erzeugen, Handlungen vornehmen, die den körperlichen Reaktionen, die mit dem Stress einhergehen, entgegensteuern. Als Beispiele für eine solche Momentan-Entspannung seien genannt ein betontes Ausatmen, das Aufsagen eines persönlichen Leitsatzes wie "Ganz ruhig bleiben", das Entspannen aller Muskeln, die wir gerade nicht benötigen, und der Versuch, sich beim Ausatmen jeweils noch weiter zu entspannen. Hierdurch können wir uns oft eine momentane Erleichterung erschaffen – ausser unser Anspannungsniveau ist schon so hoch, dass ein Abbau des angestauten Stresses mit so einfachen Techniken nicht mehr möglich ist.

Die moderne Arbeitswelt ist voller Stressoren

Die Gefahr, dass dies geschieht, ist in der modernen Gesellschaft und Arbeitswelt hoch, denn in ihr folgt auf die meisten Situationen, die in unserem Körper Stressreaktionen auslösen, keine völlige Entspannung. Der nächste Stressor (so werden die Stress auslösenden Faktoren genannt) folgt bereits, bevor die körperlichen Reaktionen, die der vorangegangene auslöste, abgeklungen sind.

Wir kennen solche Situationen aus unserem Alltag: Gerade haben wir den Telefonhörer aufgelegt und wollen uns eine Gesprächsnotiz machen, schon wieder klingelt das Telefon. Kaum ist das zweite Telefonat beendet, und wir überlegen, was wir nach dem ersten notieren wollten, schon öffnet sich die Tür, und ein Kollege stellt eine Frage. Ein Reiz, ein Stressor jagt den anderen. Durch die Vielzahl kurz aufeinander folgender Reize erhöht sich der Spannungszustand unseres Körpers immer weiter. Wird er nicht zwischenzeitlich gesenkt, treten auf Dauer stressbedingte körperliche Beschwerden auf. Dies können unter anderem Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Hautprobleme, Magen-­Darmbeschwerden, Herzerkrankungen, Bluthochdruck sowie Potenzstö­rungen sein.
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