Durchblick im Weiter­bildungsdschungel

Durchblick im Weiter­bildungsdschungel

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/04
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Unterschiede bei den Weiterbildungsanbietenden

Die Bildungslandschaft in der Schweiz ist mittlerweile relativ breit und zuweilen unübersichtlich. Tendenziell kann man sagen, dass die Angebote von Fachhochschulen (FH) und Höheren Fachschulen (HF) und diejenigen von privaten, oftmals spezialisierten Weiterbildungsinstituten immer ähnlicher werden. Denn auch FHs und HFs brechen aufgrund der veränderten Nachfrage ihre bis anhin eher starren Bildungsgänge vermehrt auf und nehmen neue, wichtige Themen aus der IT – wie Cloud, Security oder Big Data – in ihre Programme auf.

Was unterscheidet also Angebote von FHs und HFs von solchen privater Anbieter? Oft sind es die Schwerpunkte und die Dauer der Weiterbildungen. ­Bachelor-, Master- sowie CAS-, DAS- oder MAS-Ausbildungen dauern in der Regel länger (ab einem halben Jahr bis vier Jahre) und bieten gleichzeitig ein breites Wissen. Angebote privater Institutionen hingegen sind themenspezifischer und fokussierter und dauern in der Regel weniger lang, bauen jedoch oft von Kurs zu Kurs auf und vertiefen die Themen so.

Ist nun das eine oder andere besser? Nein, es kommt ganz auf die persönlichen Zielsetzungen und Wünsche an. Klar ist nur: Immer mehr Arbeitgebende setzen Weiterbildungen und Abschlüsse als selbstverständlich voraus, auch im IT-Bereich.

Herstellertrainings als valide Option

Neben den verschiedenen Bildungsinstitutionen bieten im IT-Bereich auch die diversen Hersteller selbst Trainings zur Nutzung ihrer Angebote an. Im Folgenden seien einige der grössten erwähnt, wobei eine abschliessende Aufzählung den Umfang des Artikels sprengen würde.

Microsoft
Am innovativsten präsentiert sich wohl Microsoft. Es handelt sich hier auch um den ersten Hersteller, der sein Zertifizierungsmodell komplett geändert und den aktuellen Herausforderungen angepasst hat. Denn bis Herbst 2018 waren die angebotenen Trainings auf Zertifizierungen ausgelegt, die den Teilnehmenden das Wissen zu spezifischen Microsoft-Produkten bescheinigt haben, so zum Beispiel "MCSA Windows Server 2012". Heute hingegen setzt Microsoft auf Zertifizierungen, die die Fähigkeiten für bestimmte Jobrollen bescheinigen und würdigt so die Nachfrage der Unternehmen nach produktübergreifenden Kenntnissen. Das Thema Azure, Microsofts Cloud-Infrastruktur, ist dabei stark in den Fokus gerückt. Neu werden folgende Zertifikate angeboten:
• "Microsoft Certified: Azure Fundamentals"
• "Microsoft Certified: Azure Administrator Associate"
• "Microsoft Certified: Azure Developer Associate"
• "Microsoft Certified: Azure Solutions Architect Expert"
• "Microsoft Certified: Azure DevOps Engineer Expert"
• "Microsoft 365 Certified: Security Administrator Associate"
• "Microsoft 365 Certified: Modern Desktop Administrator Associate"
• "Microsoft 365 Certified: Enterprise Administrator Expert"
Microsoft legt regelmässig weitere Zertifizierungen nach, so dass diese Liste nicht als abschliessend zu betrachten ist. Erwähnenswert ist auch, dass nicht nur die Prüfungen angepasst, sondern auch die Trainings an sich entstaubt wurden. Es gibt zudem seit gut einem Jahr auch themenfokussierte Microsoft Professional Programs (MPP), die sich durch den Ansatz auszeichnen, individuelles Lernen zu fördern und zu fordern. MPPs bestehen aus diversen Videos und Labs, welche die Teilnehmenden selbständig sowie zeit- und ortsunabhängig absolvieren können.
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