Bundesverwaltung soll Führung grosser IT-Projekte IT-Spezialisten überlassen

Bundesverwaltung soll Führung grosser IT-Projekte IT-Spezialisten überlassen

24. September 2012 - Die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit fordert, dass Lektionen aus Insieme gezogen werden und hat gleich ein paar Vorschläge parat, was man verbessern könnte.
Nach dem definitiven Scheitern des Informatikgrossprojekts Insieme Ende letzter Woche (Swiss IT Magazine berichtete) fordert die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit nun ein paar Massnahmen, um solche Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern. Künftig sollten grosse Informatik-Projekte laut den Parlamentariern nicht mehr von Fachpersonen der jeweiligen Departemente geführt werden, sondern durch professionelle und unabhängige IT-Projektleiter aus Informatik-Organisationen wie dem Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) oder dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT). Die Bundesverwaltung sei mit ihren aktuellen Strukturen alleine nicht im Stande derartig komplexe Informatikprojekte zu leiten. Ausserdem müsse auch das Controlling von IT-Projekten verbessert werden, sodass Probleme frühzeitig aufgedeckt und gelöst werden können. Und nicht zuletzt soll auch das Beschaffungswesen den branchenüblichen Anforderungen gerecht werden. "Dazu sollen vermehrt neue Verfahren wie der wettbewerbliche Dialog eingesetzt werden, damit die unterschiedlichen Ansätze der Anbieter beurteilt werden können", so die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit. (mv)

Kommentare

Mittwoch, 26. September 2012 Urs
Ich denke kaum, dass das eine gute Idee ist. Das ISB ist eher ein Elfenbeinturm und entwickelt selber keine Software und das BIT hat kaum einen internen Projektleiter in einem BIT-Grossprojekt stellen können. Wenn Projektleiter eine Ahnung vom Fach haben, ist das Vorteil. Aus meiner Sicht müsste man verhindern, dass Projekte unnötig aufgeblasen werden, wie das im INSIEME der Fall war. Mit schwammigen Projektzielen (man muss Synergien nutzen und effizienter werden ...) darf man nicht schon über 150 Leute beschäftigen.

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