Neue Rolle für Mittelstands-CIOs

Neue Rolle für Mittelstands-CIOs

20. März 2009 - Unternehmen reagieren auf veränderte Anforderungen ihrer Kunden und wollen globale Integration fördern. Dem CIO wird eine neue Rolle des Prozessarchitekten zugeschnitten.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/04

Mittelständische Firmen stehen heute auf der Schwelle zu einem global operierenden Unternehmen. Diese Firmen haben oft mehrere Standorte im Ausland und sind teilweise über mehrere Kontinente hinweg vernetzt. Die Internationalisierung ist geprägt von unterschiedlichen Länderorganisationen und dezentralen Führungsstrukturen. Prozesse und Systeme hinken dabei der raschen Expansion oft hinterher und erschweren sowohl das organische Wachstum wie auch die Integration von Akquisitionen. Die Realisierung von weiteren Wachstumsschritten erfordert einen höheren Organisationsgrad. Die Abstimmung des Geschäftsmodells mit globalen Prozessen und Systemen rücken vermehrt in den Fokus der Firmenleitungen, um den veränderten Rahmenbedingungen gerechtzuwerden.


Mittelständische Unternehmen rechnen mehr denn je mit massiven Veränderungen in der Zukunft. Acht von zehn Unternehmen sind der Meinung, dass sie ihr bisheriges Geschäftsmodell grundlegend überarbeiten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gemäss der IBM-Studie «The Enterprise of the Future» geht allerdings hervor, dass nur gerade 57 Prozent der über 1100 befragten Führungskräfte in der Vergangenheit die notwendig gewordenen Veränderungen mit Erfolg umgesetzt haben. Bei den anderen klafft noch eine Umsetzungslücke, ein sogenanntes «Change-Gap».


Globale Integration vorantreiben

In den kommenden drei Jahren wollen die CEOs mittelständischer Unternehmen etwa 20 Prozent mehr als bisher in die aufstrebenden Märkte in Ländern aus Asien, Osteuropa und Lateinamerika investieren. Sie sehen dort – vor allem durch die zunehmende Kaufkraft der Konsumenten – gute Chancen für das eigene Wachstum. Um ihre globale Expansion voranzutreiben, überdenken viele Mittelständler ihre Unternehmensstruktur – drei Viertel werden in den kommenden drei Jahren ihr Geschäftsmodell ändern und wollen sich so besser vom Wettbewerb abheben. Die befragten CEOs haben drei elementare Massnahmen identifiziert, durch die sie ihre Ziele erreichen wollen: Die Zusammenstellung des Wissens- und Asset-Portfolios grundlegend überarbeiten (60 Prozent), intensiv mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten (54 Prozent) und den Eintritt in neue Märkte aktiv angehen (51 Prozent).

Als Voraussetzung für die Umsetzung der Massnahmen nennen die Führungskräfte ein standardisiertes Geschäftsprozessmodell auf der Basis einer integrierten, betriebswirtschaftlichen Lösung.

 
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