Gartner schildert fünf Privacy-Trends
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Gartner schildert fünf Privacy-Trends

Nachdem Gesetze zur Privatsphäre weltweit populärer werden, postuliert Gartner fünf Privacy-Trends, die für Organisationen aller Art zunehmend wichtig werden.
2. Juni 2022

     

Gartner rechnet damit, dass es in immer mehr Ländern der Welt Gesetze rund um die Privatsphäre geben wird. So sollen bis Ende 2024 75 Prozent der Erdbevölkerung in den Genuss entsprechender Regularien kommen, stellt Gartner-Analyst und Vice President Nader Henein fest: "Diese regulatorische Entwicklung war der vorherrschende Katalysator für die Operationalisierung des Datenschutzes. Da die meisten Organisationen keine dedizierte Datenschutzpraxis haben, wird die Verantwortung für die Umsetzung dieser Anforderungen an die Technologie, genauer gesagt an die Sicherheit unter dem Dach des CISO-Büros weitergegeben."


Unternehmen müssen sich laut Gartner künftig auf fünf Privatsphäretrends einstellen: Data Localization, Privacy-Enhancing Computing Techniques, AI Governance, Centralized Privacy UX und Remote becomes Hybrid Everything. Unter Data Localization ist die Notwendigkeit aufgrund gesetzlicher Vorgaben zu verstehen, dass der Datenstandort je nach Land unterschiedlich gehandhabt wird – eine zentrale Ablage oder die Nutzung einer weltumspannenden Cloud ohne genaue Kenntnis des Standorts ist gesetzlich nicht möglich. Bei Privacy-Enhancing Computing Techniques geht es um die Datenverarbeitung in nicht unbedingt vertrauenswürdigen Umgebungen wie der Public Cloud. Hier muss Privacy by Design von Grund auf die Architekturen und Anwendungen bestimmen – und zwar nicht nur für gespeicherte Daten, sondern vor allem auch bei der Datenverarbeitung.
Besonders hohe Anforderungen an die Governance stellen KI-Anwendungen. Gartner hat in einer Umfrage festgestellt, dass 40 Prozent der Organisationen eine KI-bedingte Verletzung der Privatsphäre erlitten haben, wobei nur jeder vierte Breach auf Cyberkriminalität zurückzuführen war. Unabhängig davon, ob Organisationen personenbezogene Daten über ein KI-basiertes Modul verarbeiten, das in ein Anbieterangebot integriert ist, oder über eine diskrete Plattform, die von einem internen Data-Science-Team verwaltet wird, bestehen Risiken für die Privatsphäre und den potenziellen Missbrauch personenbezogener Daten. Mit einem Centralized Privacy UX sollen alle privatsphärenbezogenen Einstellungen an einem Ort zusammengefasst werden – Cookies, Hinweise, die Verwaltung von Einwilligungen und der Umgang mit Anfragen zu den Nutzerrechten.


Der fünfte Trend, Remote becomes Hybrid Everything, trägt der Entwicklung der Arbeitswelt hin zum hybriden Arbeiten und dem damit verbundenen erhöhten Bedürfnis der Unternehmen zu mehr Tracking und Monitoring Rechnung. Hier ist laut Gartner ein menschenzentrierter Ansatz zur Privatsphäre entscheidend. Monitoring-Daten sollen so minimal wie möglich und für einen klar definierten Zweck genutzt werden, etwa um die Mitarbeitenden rechtzeitig auf ein mögliches Burnout-Risiko aufmerksam zu machen. (ubi)


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