Weko verhängt Busse über 3,6 Millionen Franken gegenüber Genfer Kabelnetzbetreiber Naxoo

Weko verhängt Busse über 3,6 Millionen Franken gegenüber Genfer Kabelnetzbetreiber Naxoo

Weko verhängt Busse über 3,6 Millionen Franken gegenüber Genfer Kabelnetzbetreiber Naxoo

(Quelle: Naxoo)
19. Dezember 2017 -  Die Wettbewerbskommission Weko verhängt gegenüber dem Genfer Kabelnetzbetreiber Naxoo eine Busse über 3,6 Millionen Franken. Das Unternehmen habe in der Stadt Genf eine marktbeherrschende Stellung missbraucht und sich einen Wettbewerbsvorteil verschafft.
Der Genfer Kabelnetzbetreiber Naxoo soll seine marktbeherrschende Stellung in der Stadt Genf missbraucht haben, um sich so einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dies teilt die Wettbewerbskommission Weko mit und büsst das Unternehmen mit einer Sanktion von 3,6 Millionen Franken. Bereits im März 2016 hatte die Weko angekündigt, eine Untersuchung gegen Naxoo eröffnet zu haben.

Insbesondere gegenüber Liegenschaftseigentümern, Herstellen und Drittanbietern von Systemanschlüssen sowie Endkunden sei die marktbeherrschende Stellung ausgenutzt worden. Diese sei einerseits durch unangemessene Geschäftsbedingungen in den Hausanschlussverträgen und andererseits durch die Behinderung von Dritten in deren Absatzmärkten missbraucht worden.

Durch die unangemessenen Bedingungen seien die Liegenschaftseigentümer beispielsweise daran gehindert worden, ihre Hausverkabelung auch anderweitig zu nutzen, um beispielsweise ein Satellitensystem zur Gemeinschaftsnutzung zu installieren, wodurch auch Hersteller und Anbieter solcher Anschlüsse vom Markt ferngehalten wurden. Naxoo kann den Entscheid der Weko am Bundesverwaltungsgericht anfechten. Wie "Cash.ch" schreibt, zieht das Unternehmen laut einer Stellungnahme diesen Schritt in Betracht, wartet aber noch ab. Naxoo hält gemäss "Cash.ch" zudem fest, dass ausser der Busse keine weiteren Massnahmen gegen das Unternehmen ergriffen worden seien. (swe)
Weitere Artikel zum Thema
 • 90'000 Neukunden bei Kabelnetzen
 • UPC baut Angebot über Drittnetze aus
 • Mehr Kunden für Schweizer Kabelnetze dank Mobil- und Festnetztelefonie

Vorherige News
 
Nächste News

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Vor wem mussten die sieben Geisslein aufpassen?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2018/07
Schwerpunkt: Unified Communication
• Der Wunsch als Vater des Gedankens
• Viel Potential mobiler UC-Lösungen bleibt ungenutzt
• Digitale Assistenten für smarte Meetings
• Marktübersicht: Die Telefonanlage wird virtuell
• Unternehmens­kommunikation in Zeiten von All IP
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER