Weiterbildung in der IT: So unterstützen Schweizer Unternehmen ihre Mitarbeitenden

Weiterbildung in der IT: So unterstützen Schweizer Unternehmen ihre Mitarbeitenden

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/04
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Auch bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft ist der Stellenwert von ICT-Weitebildung "sehr hoch", wie es seitens der Abteilung Human Development auf Anfrage heisst. "Einerseits wollen wir die Arbeitsmarktfähigkeit unserer Mitarbeitenden erhalten. Andererseits sind wir auf Mitarbeitende angewiesen, die in ihren Fachgebieten Up to Date sind.". Und die Grossbank UBS erklärt, Bildung werde als entscheidender Hebel gesehen, um in einer digitalisierten Welt wettbewerbsfähig zu bleiben. Man stecke enorm viel in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und fördere gezielt eine Kultur des kontinuierlichen Lernens. Dabei ist die UBS an verschiedenen Fronten aktiv und war laut eigenen Angaben unter anderem massgeblich an der Schaffung der höheren Fachprüfung zum eidgenössisch diplomierten ICT Security Experten zusammen mit ICT-Berufsbildung Schweiz beteiligt. Spannend auch die Distinguished-Engineers-Qualifikation, die für die erfahrensten und einflussreichsten Ingenieure der Bank geschaffen wurde. "Diese Ingenieure helfen bei der weiteren Ausgestaltung des Lernangebots und bei neuen Zertifizierungsprogrammen", wie Stefan Arn, CIO UBS Wealth Management & UBS Schweiz, ausführt. Und nicht zuletzt habe man letztes Jahr spezifisch in einen externen Anbieter von Online-Kursen im IT Bereich investiert. "Dies ermöglicht unseren IT-Mitarbeitenden, von weltweit führenden Universitäten und Bildungsanbietern zu lernen und Zertifikate zu erwerben."

Eine Frage der Relevanz

Spannend ist die Frage, nach welchen Kriterien beziehungsweise Massstäben die Mitarbeiter bei der Weiterbildung unterstützt werden. Hier gehen die Antworten auseinander. Von Laurence Schmid, bei Nexplore fürs Personalwesen verantwortlich, heisst es: "Einen Massstab gibt es bei uns grundsätzlich nicht. Unsere Mitarbeiter sind flexibel und können mehrheitlich frei entscheiden, welche Weiterbildungen sie absolvieren möchten. Einzige Voraussetzung ist, dass die Weiterbildungsmassnahme mit der Informatik und ihrer Rolle in Verbindung steht." Bei McDonald’s Schweiz können IT-Mitarbeiter einen Teil ihrer Arbeitszeit in Kurse investieren, da Schulung und Entwicklung Teil der Unternehmenskultur sind, wie Technology Director Damien Daupeyroux ausführt. Die Mitarbeiter können alle Kurse auswählen, die im weltweiten 'Knowledge Hub', in denen der Fast-Food-Riese verschiedene Technologietrainings direkt anbietet, verfügbar sind. Zudem biete man auch die Möglichkeit, das McDonald’s-Schulungszentrum in London zu besuchen. "Wenn mehrere Teammitglieder an einem bestimmten Kurs interessiert sind, veranstalten wir Gruppentrainings am jeweiligen Ort", so Daupeyroux.

Bei Netcloud läuft es so, dass in jährlichen Mitarbeitergesprächen Ziele besprochen und Aus- und Weiterbildungsaktivitäten gemeinsam geplant werden. "Massgebend ist natürlich, dass die erworbenen Kompetenzen am Arbeitsplatz angewendet werden können und den aktuellen und zukünftigen Gegebenheiten des Unternehmens und des Marktes entsprechen", ergänzt HR Manager Martina Bartholet. Nicht zu vergessen sei die Tatsache, dass man intern absolute Profis beschäftige, die ebenfalls helfen können. "Hier kann auf einen riesigen Wissensschatz zurückgegriffen werden." Bei Opacc richtet sich der Umfang des Arbeitgeber-Engagements "nach der Dauer der Firmenzugehörigkeit, dem Bezug der Weiterbildungsinhalte zur aktuellen oder künftigen Aufgabe und ob die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wird oder nicht", wie CEO Beat Bussmann erklärt. Seitens der Hotelplan Group sagt CIO Pablo Castillo, dass man prinzipiell für alle Weiterbildungen offen sei. "Je nachdem, wie relevant die Weiterbildung für die aktuelle oder zukünftige Tätigkeit des Mitarbeitenden innerhalb des Unternehmens ist, beteiligen wir uns finanziell oder mit flexiblen Arbeitszeitmodellen."
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