Swiss Made Software stellt sich gegen BÜPF-Revision
Quelle: Swiss Made Software

Swiss Made Software stellt sich gegen BÜPF-Revision

Die Revision des BÜPF sorgt für Zündstoff. Swiss Made Software hat sich nun klar dagegen positioniert. Die Revision verbaue der Schweiz die Möglichkeit, sich als Standort für Datenspeicherung zu positionieren, heisst es.
14. Oktober 2015

     

Swiss Made Software hat verkündet, sich den Gegnern der Revision des Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF) anzuschliessen. Das revidierte BÜPF sieht verschiedene Massnahmen vor, um die Überwachung von Internet-Traffic auszuweiten, was für Diskussionen sorgt. So sollen Provider personenbezogene Daten länger auf Vorrat speichern müssen und der Staat soll die Erlaubnis erhalten, im Verdachtsfall Staatstrojaner auf Rechnern einzuschleusen (Swiss IT Magazine berichtete).


Nun hat sich Swiss Made Software also klar gegen die Revision positioniert. Als Gründe nennt das Label folgende: Zum einen käme die Revision des BÜPF einer Überwachung der gesamten Bevölkerung gleich – die Unschuldsvermutung würde aufgehoben und das würde hierzulande gelebten Werten eindeutig widersprechen. Studien würden zudem belegen, dass die angedachten Kompetenzen nicht zielführend und nicht erfolgsversprechend seien. Darüber hinaus zeigt sich Swiss Made Software überzeugt, dass die Neuerungen die Chancen der Schweiz unterminieren würde, sich als Standort für Datenspeicherung zu etablieren. Dass die Schweiz über strengere Gesetze als andere Länder in punkto Privatsphäre verfüge, könnte das Land international als sicheren Hafen dastehen lassen und das sei doch wünschenswert, heisst es. (aks)


Weitere Artikel zum Thema

Thomas Flatts Seitenblick: Wie viel Überwachung braucht der Mensch?

21. Juli 2015 - In seiner aktuellen Kolumne im "swissICT Magazine" widmet sich Thomas Flatt der Frage, ob es das Büpf braucht und spricht dabei Gründe für und wider die Vorlage an.

Datenschützer hatte erneut viel zu tun

29. Juni 2015 - Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte Hanspeter Thür hat seinen letzten Tätigkeitsbericht veröffentlicht. Darin geht es unter anderem um NDG, BÜPF sowie Moneyhouse und Postfinance.

Nationalrat sagt Ja zur BÜPF-Revision

18. Juni 2015 - Der Nationalrat hat der Revision des Bundesgesetzes betreffend der Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF) zugestimmt.

"Wir wollen keine NSA in der Schweiz"

15. Juni 2015 - Green.ch-Chef und SVP-Kantonsrat Franz Grüter spricht sich in einem offenen Brief vehement für die Ablehnung des BÜPF aus. Die Abstimmung darüber wird am kommenden Mittwoch stattfinden.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER