Getestet: Apple Watch 3 Cellular

Getestet: Apple Watch 3 Cellular


Unterschiede zur Series 2, Ausstattung & Design

Getestet: Apple Watch 3 Cellular
Die neue Apple Watch ist in vielen Farben und Ausführungen zu haben. Hier zu sehen: Aluminium in Silber. (Quelle: Apple)
Abgesehen von den Mobilnetz-Funktionen unterscheidet sich die Apple Watch 3 allerdings nicht allzu stark vom vorhergehenden Modell. So ist weder beim Design, noch bei der Bedienung viel passiert. Wie bereits der Vorgänger ist die Uhr in zwei Grössen (38 und 42 Millimeter) erhältlich, wobei die Cellular-Version auf Grund der eSIM kaum merkbare 0,25 Millimeter dicker ist als die GPS-Version. Das 1,65-Zoll-OLED-Display der von uns getesteten 42 Millimeter Version überzeugt voll und ganz. So ist dieses auch in hellem Sonnenlicht bestens lesbar und auch das automatische Einschalten beim Heben des Armes funktioniert einwandfrei. Das Gehäuse gibt es wieder entweder aus Aluminium gefertigt und in den Farben Schwarz, Silber und Gold, als Edelstahl-Version in den Farben Schwarz und Silber, oder aber als (deutlich teurere) Keramik-Ausführung in den Farben Weiss oder Grau. Einziger äusserlich erkennbarer Unterschied zum Vorgänger und auch zu den anderen neuen Versionen, ist bei der LTE-Version ein roter Punkt auf der "Krone", dem Drehknopf an der Seite des Geräts. Erstaunlich: als Antenne dient das Display, wodurch Apple beim Design den Platz optimal genutzt hat. Die Watch Series 3 ist ausserdem bis zu 50 Meter wasserdicht, wodurch diese sogar zum Schwimmen getragen werden kann – so lassen sich also neu auch Schwimm-Workouts messen.


Einges getan hat sich im Innern der Uhr. So wartet die Watch Series 3 mit einem neuen Dual-Core-Prozessor, schlicht S3 genannt, auf, der, so Apple, bis zu 70 Prozent schneller als sein Vorgänger sein soll. Dadurch allein lohnt sich schon ein Update von der Series 2, da alles doch einiges flüssiger und flotter läuft und die Apps viel schneller starten. Dank neuem Prozessor kann Siri neu ausserdem per Sprachausgabe antworten, was ziemlich gut funktioniert. Auch Aufforderungen an die Sprachassistentin werden prompt und erstaunlich schnell umgesetzt. Die Diktierfunktion, etwa zum Verfassen von Nachrichten, funktioniert ebenso einwandfrei, was, insbesondere auf einer Smartwatch, doch einiges an Zeit sparen kann. Denn das Antworten per Bildschirmtastatur funktioniert zwar relativ gut, ist aber doch um einiges umständlicher als man sich vom Smartphone gewohnt ist. Ebenfalls eine tolle Verbesserung: Die Series 3 Cellular bietet satte 16 GB Speicherplatz, also doppelt so viel wie der Vorgänger.

WatchOS 4 bringt viel Neues

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WatchOS 4 bringt viele Neuerungen, darunter etwa ein Siri-Watchface, das aktuelle Informationen anzeigt. (Quelle: Apple)
Viele Verbesserungen sind aber auch das Update auf die WatchOS-Version 4 zurückzuführen, welches auch für die älteren Watch-Versionen verfügbar ist. Dazu zählen etwa eine Reihe neuer Ziffernblätter, darunter ein Siri-Watchface, das automatisch zur Situation passende Informationen anzeigt und sich mit der Zeit ans Nutzungsverhalten des Users anpasst. Zudem gibt es eine rundum verbesserte Workout-App sowie inklusiver überarbeiteter Pulsmessung, die nun auch den Ruhepuls misst und etwa darüber Auskunft gibt, wie schnell man sich nach einem Training erholt. Ebenfalls ein Fortschritt ist, dass die zuletzt genutzten Apps neu Vertikal statt Horizontal dargestellt werden, wodurch die Krone zum Scrollen genutzt werden kann. Durch die neue OS-Version gewinnt die Uhr zudem auch an Unabhängigkeit was Apps von Drittanbietern angeht. So können diese nun auch direkt für die Uhr entwickelt werden und müssen nicht mehr über den Umweg via iPhone laufen. Beim Blick in den Watch-App-Store mangelt es aber noch an wirklich interessanten Apps von Drittanbietern. So gibt es beispielsweise keine offizielle Whatsapp-App, sprich es werden nur Benachrichtigungen angezeigt. Und das auch nur, wenn die Watch mit dem iPhone verbunden ist. Auch eine Spotify-App, um Musik auf die Uhr zu synchronisieren sucht man vergebens. Wo hier der Grund liegt sei dahingestellt, doch als Nutzer bleibt man auf der Strecke, oder muss zu Apples Musik- oder Messengerdienst wechseln. Auch fehlt weiterhin die Möglichkeit, Apps direkt von der Uhr aus zu installieren.
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