Mehr Eigenregie dank Open Source

Mehr Eigenregie dank Open Source

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/01
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9. Februar 2014 -  Vor rund zehn Jahren migrierte die H. Maeder AG auf die Linux-basierte Lösung Open-Xchange. Seither verwaltet Geschäftsführer Adrian Maeder grosse Teile der IT selbst.
Mehr Eigenregie dank Open Source
«Ein Grossteil der Firmen braucht lediglich rund 20 Prozent des von Microsoft gebotenen Package.» Adrian Maeder, Inhaber, H. Maeder AG (Quelle: H. Maeder AG)
Bereits seit ihrem Start auf dem Schweizer Markt im Jahre 1946 ist die H. Maeder AG stets darum bemüht, ihre IT an die sich ständig verändernden Bedürfnisse anzupassen. So wagte der in Oerlikon ansässige Werkzeugimporteur vor rund zehn Jahren denn auch den Schritt in die Open-Source-Welt. «Wir waren damals auf neue Serverlösungen angewiesen und wollten unsere bisherige Zusammenarbeit mit Microsoft nicht unbedingt fortsetzen. Die Hauptgründe hierfür waren zum einen die hohen Kosten und zum anderen die Instabilität der Microsoft-Lösungen», beschreibt Adrian Maeder, der gleichzeitig Inhaber und Geschäftsführer wie auch IT-Verantwortlicher der H. Maeder AG ist, die damalige Situation. «Des weiteren standen wir bei der Anbindung der B2B-Handelsplattform Nexmart, über die wir mit den Kunden kommunizieren, vor der Herausforderung, die verschiedenen Systeme der Kunden und Lieferanten auf einer Schnittstelle zu vereinen. Über die auf Windows programmierte Schnittstelle nahm die Einbindung neuer Features jedoch zu viel Zeit in Anspruch.» In Zusammenarbeit mit seinem langjährigen IT-Partner, dem IT-Dienstleister BB Konvergenz aus Adliswil, entschied man sich daher schliesslich, Server-seitig auf Linux und die Linux-basierte Lösung Open-Xchange (OX) zu migrieren.

Keine Unterstützung vom Hersteller

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Dank der Migration auf Open-Xchange spart sich der Werkzeugimporteur H. Maeder AG zum einen die Lizenzgebühren und kann zum anderen die Kosten für den Unterhalt minimal halten. (Quelle: H. Maeder AG)

Die Umstellung ist Maeder zufolge grösstenteils ohne Probleme verlaufen und seine sechs Mitarbeiter haben sich schnell an das neue System gewöhnt. Marco Bleiker von BB Konvergenz mag sich jedoch an eine Schwierigkeit erinnern, mit welcher sich der IT-Dienstleister im Zuge des Migrationsprozesses konfrontiert sah: «Der Hersteller der branchenspezifischen Software, über welche die H. Maeder AG unter anderem die Auftragsbearbeitung abwickelt, verlangt für das Back-end die Unterstützung von Microsoft SQL. Da das KMU mit Linux einen neuen Weg eingeschlagen hat, fuhr der Hersteller seine Support-Leistungen entsprechend zurück. Wir waren somit bei der Problembehebung auf uns alleine gestellt.» Daher wurde während zwei bis drei Monaten erst eine Pilot-Phase durchgeführt, um sicherzustellen, dass das bestehende System während der Migration nicht zusammenbricht. Eigens hierfür erstellte der IT-Dienstleister parallel zum produktiven System auf einem Laptop eine Testumgebung, in der die wichtigsten Funktionen der OX-Lösung geprüft wurden. Ausserdem zog BB Konvergenz vor der finalen Migration zur Sicherheit ein Back-up des gesamten Back-ends des Unternehmens.
 
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