Dell recycelt Gold aus alten Geräten

Dell recycelt Gold aus alten Geräten

Dell recycelt Gold aus alten Geräten

(Quelle: Dell)
18. Januar 2018 -  Dell hat das branchenweit erste Recycling-Programm für Gold aus alten Elektrogeräten vorgestellt. Das ausgesiebte Gold wird ab Frühjahr 2018 nicht nur in Motherboards der Latitude-Serie verbaut, sondern auch in Schmuckstücken. Die Statistik zeigt, welches Potenzial in dieser Entscheidung liegt.
Dell startet das erste Pilotprojekt branchenweit für das Wiederverwenden von Gold aus gebrauchten Elektrogeräten. Das wurde Zeit: Aktuell werden nur gut 12 Prozent des Elektroschrotts wiederverwertet, und in den USA etwa geht jährlich Gold und Silber im Wert von 60 Millionen Dollar aus gebrauchten Telefonen ungenutzt über den Jordan. Dell sieht allerdings nicht nur den wirtschaftlichen Nutzen im Recyceln: Der Computerhersteller weist auch auf Vorteile für das Ökosystem hin, indem Schäden für Gesundheit und Umwelt, die mit Gold-Abbau einhergehen, gemindert werden.

In dem nämlichen Prozess zerlegt das Recycling-Unternehmen Wistron Greentech die Geräte in ihre einzelnen Komponenten. Das Gold aus den Motherboards kann anschliessend neu in Motherboards und anderen Produkten verbaut werden. Dem Analysten für Umweltrisiken Trucost zufolge verringert dieses Verfahren die Umweltbelastung im Vergleich zur herkömmlichen Goldgewinnung um 99 Prozent. Dell kündigt ausserdem eine Zusammenarbeit mit der Schauspielerin und Unternehmerin Nikki Reed an, wodurch Schmuckstücke aus dem wiederverwertbaren Edelmetall entstehen sollen. Eine Kollektion wurde bereits auf der CES 2018 in Las Vegas vorgestellt.


"Dell ist stolz darauf, in seiner gesamten Lieferkette nachhaltigere Prozesse zu entwickeln", erklärt Jeff Clarke, Dell Vice Chairman. "Innovativer Materialeinsatz, beispielsweise bei Kunststoff, Kohlefaser und jetzt Gold, wird für uns immer wichtiger. In einer Tonne Motherboards ist bis zu 800 Mal mehr Gold vorhanden als in einer Tonne Erz. Das macht die enorme Bedeutung solcher Anstrengungen sehr deutlich. Um die drängenden Umweltprobleme zu lösen, müssen wir über den Tellerrand hinausschauen und innovative Lösungen realisieren. Die Kollektion von Nikki Reed ist ein sehr anschauliches Beispiel für die Möglichkeiten nachhaltigen Produzierens." (rpg)
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