Chat-basierter ­Kollaborations-Hub

Microsoft Teams
Chat-basierter ­Kollaborations-Hub

Chat-basierter ­Kollaborations-Hub

(Quelle: Microsoft)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/04
Seite 1
1. April 2017 -  Von Urs Bertschy

Nach Sharepoint, Yammer, Skype und den Outlook Groups erweitert Microsoft sein Portfolio an Kollaborationstools nun noch um eine Chat-basierte Lösung. Welche Rolle spielt Microsoft Teams in der Office-365-­Familie? Und taugt das neue Werkzeug in der Praxis?
Bei der Ankündigung von Microsoft Teams im vergangenen November war die Verwirrung gross: Wozu noch ein weiteres Kollaborationstool, wenn eine Vielzahl von Office-365-Kunden bereits von dem aktuellen breiten Angebot an Werkzeugen verwirrt ist? Der Grund für ein weiteres Tool dürfte vor allem ­beim Messaging-basierten Kollabora­tionsdienst Slack zu suchen sein. Dieser hat in den vergangenen zwei Jahren auf schwindelerregende Weise an Popularität hinzugewonnen.

Chat-basierte Kollaboration scheint vor allem bei einer jüngeren Generation von Mitarbeitern das Werkzeug für effiziente Zusammenarbeit schlechthin zu sein. Zu diesem Schluss ist man offenbar auch in Redmond gekommen. Mit Microsoft Teams steht nun innerhalb der Office-365-Familie ebenfalls ein Messaging-Tool bereit, welches das Teamwork verbessern und beschleunigen soll. Doch die Ambitionen des Softwaregiganten gehen noch weiter: Microsoft Teams soll nicht bloss ein weiteres Kollaborationstool unter vielen, sondern ein universelles Front-End werden, in dem alle Fäden für die Teamarbeit zusammenlaufen. Wir haben der fast fertigen Preview-Version (Stand Anfang März) genauer auf den Zahn gefühlt.

Chat-Kanäle als Kernfunktion

Den Kern von Microsoft Teams bilden die sogenannten Chat-Kanäle, die ein wenig an die guten alten Internet Relay Chats (IRC) erinnern und dessen Mitgliedern persistentes Messaging zur Verfügung stellen. Persistent bedeutet, dass die Chat-Nachrichten nicht nur während des Moments der stattfindenden Diskussion, sondern auch zu beliebigem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Das hat den Vorteil, dass man beispielsweise bei Abwesenheit verpasste Diskussionen und Mitteilungen sehr schnell wieder aufarbeiten kann. Ausserdem können Chat-Kanäle mit Hilfe der integrierten Suchfunktion nach relevanten Informationen durchforstet werden und so zu einer wertvollen Knowledge-Ressource avancieren.

Die Mitglieder eines Teams werden in Microsofts neuestem Kollaborationstool in Arbeitsbereichen, sogenannten Workspaces, zusammengefasst. Ein Workspace kann bis zu 999 Personen umfassen und stellt seinen Mitgliedern neben den Chat-Kanälen weitere Werkzeuge wie eine Dateiablage, ein Planungstool oder ein Notizbuch zur Verfügung. Für jeden Arbeitsbereich wird standardmässig ein Chat-Kanal mit der Bezeichnung "Allgemein" eingerichtet. Auf Wunsch lassen sich beliebig weitere Kanäle, etwa für Projekte, spezifische Themen oder für angebundene Dienste aufschalten. Eine Favoriten-Funktion hilft Benutzern dabei, wichtige Kanäle im Blickfeld zu behalten.
 
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