NSS Labs hat in einer breit angelegten Untersuchung die Abwehrroutinen gegen Social Engineered Malware der gängigen Browser getestet. Als unangefochtener Spitzenreiter hat sich dabei Microsofts IE9 erwiesen. Die "SmartScreen"-Funktion der jüngsten IE-Version erkannte die Schädlinge in 96 Prozent der Fälle; weitere 3,2 Prozent wurden durch die sogenannte "Application Reputation"-Funktion abgefangen. Unter dem Strich wies der IE9 damit eine Erfolgsquote von 99,2 Prozent auf.
Unglaublich schwach präsentieren sich dagegen die Abwehrquoten der Mitbewerber: Googles Chrome-Browser auf dem zweiten Platz erkannte gerade einmal 13,2 Prozent. Firefox und Safari lagen gleichauf mit einer Abwehrquote von mageren 7,6 Prozent und Opera erkannte nur gerade 6,1 Prozent der Schädlinge.
Auf dem Prüfstand stand ausserdem die Geschwindigkeit, mit welcher die jeweiligen Abwehrmechanismen auf neue Malware reagieren. Auch in dieser Disziplin lieferte der IE9 die besten Resultate: Im Durchschnitt wurde Malware bereits nach einer guten halben Stunde als solche erkannt. Safari landete hier auf dem zweiten Platz mit knapp 5 Stunden, gefolgt von Firefox mit gut 6 Stunden. Deutlich abgeschlagen folgen Chrome und Opera, die erst nach rund 18 Stunden auf die Bedrohungen zu reagieren vermochten.
Bilder-Galerie

