Ex-Sun-CEO Schwartz redet Klartext

von Tanja Henz
11. März 2010 - Nachdem Jonathan Schwartz sein CEO-Amt bei Sun niedergelegt hat, erzählt er in seinem Blog mit dem bezeichnenden Namen "What I Couldn’t Say…" brisante Details aus seiner Zeit als Sun-Chef.

In seinem Blog "What I Couldn’t Say…" (Was ich nicht sagen konnte…) schiesst der ehemalige Sun-CEO Jonathan Schwartz gegen Apple und Microsoft. Die beiden Unternehmen hätten versucht, Ansprüche an geistigem Eigentum gegen Sun durchzusetzen.

Apple-Chef Steve Jobs habe Schwartz gedroht, ihn zu verklagen, wenn dieser das Linux-Desktop-Projekt "Looking Glass" kommerzialisieren wolle. Dies weil die grafischen Effekte der Oberfläche Apples geistiges Eigentum tangieren würden. Schwartz hat gemäss seiner Aussage im Blog damit gekontert, dass Apples Präsentationssoftware "Keynote" sehr nach dem Alternativprodukt "Concurrence" – ein Programm, das Sun gehört – aussehe.

Gegenüber Microsoft musste Schwartz die kostenlose Office-Suite Openoffice verteidigen. Microsoft hatte bei einem Treffen erklärt, Openoffice verletze Patente von Microsoft und dementsprechend Lizenzzahlungen gefordert. Schwartz habe erwidert, dass die Entwicklungsplattform .NET einige Java-Patente von Sun verletzen würde und wieviel Microsoft bereit wäre, dafür zu bezahlen. Damit sei auch dieses Problem gelöst gewesen.

 

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