Test Center – Huawei Ideahub

Kollaborationssystem mit vielen Talenten

Kollaborationssystem mit vielen Talenten

Artikel erschienen in IT Magazine 2021/09

Projektor-Ersatz

Das Display des Ideahub kann auch als Projektionsfläche genutzt werden, um Präsentationen oder andere Inhalte von verschiedenen Endgeräten anzuzeigen. Dabei stehen den Nutzern verschiedene Verbindungsoptionen zur Verfügung. Zum einen lassen sich Laptops oder Smartphones ganz einfach via Kabel über die vorhandene HDMI-Schnittstelle anschliessen. Flexibler sind jedoch die kabellosen Verbindungen. Hier gibt es zum einen die Möglichkeit, die Ideashare App von Huawei auf dem jeweiligen Endgerät zu installieren und dieses dann durch Eingabe des Projektionscodes, der auf dem Display des Ideahub angezeigt wird, zu verbinden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich sowohl der Ideahub als auch das Endgerät im selben WLAN befinden. Während aber die Projektion von einem Laptop über die Ideashare App flüssig läuft, ist beim Teilen des Screens eines Smartphones eine spürbare Latenz vorhanden. Als weitere Option bietet Huawei den Ideashare Key an, einen USB-Dongle, über den ein Laptop drahtlos und ohne Installationsaufwand mit dem Ideahub verbunden werden kann. Dieser stand zum Zeitpunkt des Tests jedoch nicht zur Verfügung.

Der Projektionsmodus kommt mit einigen interessanten Features daher. So kann beispielsweise während einer Präsentation die vortragende Person am Ideahub Notizen zu den Folien hinzufügen und diese speichern. Und eine weitere Funktion namens Reverse Control erlaubt es gar, die am Ideahub gemachten Notizen direkt in die Präsentation auf dem Laptop zu übertragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und erleichtert den Austausch von Informationen.

Videokonferenzen in 4K

Viel Wert legt Huawei derweil auf die Tatsache, dass der Ideahub auch als Videokonferenzsystem dienen kann. Der Idea­hub Pro ist mit einer 4K-Kamera ausgestattet, die Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufnimmt und im Rahmen oberhalb des Displays integriert ist. Hier findet sich auch das Mikrofon-Array bestehend aus 12 Mikrofonen, die links und rechts neben der Kamera positioniert sind. Dank künstlicher Intelligenz ist das System in der Lage, den jeweiligen Sprecher während einer Videokonferenz zu orten und in den Fokus zu rücken. Dies funktioniert in der Regel einwandfrei, Mühe bekundet das System allerdings, wenn die sprechende Person einen Mundschutz trägt, was derzeit aufgrund der aktuellen Pandemielage bei Meetings öfter vorkommen dürfte. Es handelt sich dabei jedoch um ein geringfügiges Problem, das sich wohl mit einem Software-Update ausmerzen liesse. Zudem passt das System den Bildausschnitt automatisch der Anzahl der im Raum anwesenden Personen an, damit diese für die anderen Konferenzteilnehmer optimal sichtbar sind.

Die zwölf Mikrofone können Geräusche in einem Radius von acht Metern um den Ideahub aufzeichnen, ausserdem lässt sich dank Beamforming-Technologie ein virtueller Korridor anlegen, der alle Geräusche ausserhalb der festgelegten Zone ausblendet. So lassen sich Meetings auch in weniger ruhigen Umgebungen abhalten, ohne dass die Übertragungsqualität leidet. Für die im Ideahub integrierte Videokonferenz-Funktion wird eine Verbindung zu einem SIP-Server benötigt, das System funktioniert aber auch mit Lösungen von Drittanbietern wie beispielsweise Skype, Teams, Webex oder Zoom, dazu bedarf es jedoch des optionalen OPS-Moduls.

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