Editorial: Einem geschenkten Gaul…

Editorial: Einem geschenkten Gaul…

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/03
Im Wesentlichen ist man sich einig, dass es Facebook mit der Übernahme unter anderem darum ging, dass niemand anderes Whatsapp schluckt – namentlich Google. Mark Zuckerberg kaufe sich mit Whatsapp zudem vor allem Wachstum, heisst es weiter, weil Facebook selbst bezüglich Wachstum langsam an gewisse Grenzen stosse. Angesichts der 450 Millionen Nutzer seien die 19 Milliarden zudem gar nicht so viel, denn der Preis von 42 Dollar pro User liege in etwa im Branchen-Mittelfeld.
Nicht vergessen darf man zudem, dass die 19 Milliarden Dollar vor allem ein Papierbetrag sind. «Nur» vier Milliarden werden in bar bezahlt, der Rest wird in Aktien beglichen, Facebooks «eigener Währung», wie es etwa auf dem deutschen Portal «Curved» heisst. Noch vor 18 Monaten war das 15-Milliarden-Dollar-Aktien-Paket 3,75 Milliarden Wert, und im Prinzip mache Facebook nichts anderes, als die Übernahme mit seinem phantastischen Börsenwert zu finanzieren. Oder wie «Curved» es ausdrückt: «Eine Blase finanziert die nächste».
(mw)
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